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ROUNDUP: EU-Diplomat warnt vor Verzögerung bei Griechenland-Rettung

Die Flagge von Griechenland.
Die Flagge von Griechenland. pixabay.com pixabay.com

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Griechenland bleibt nach Angaben eines EU-Diplomaten bei der Sanierung seiner Finanzen weit hinter den Erwartungen zurück. Eine Entscheidung über weitere Unterstützung der internationalen Partner könnte daher erst im neuen Jahr fallen. "Der Fortschritt ist langsam. Es gibt keine Bewegung", sagte der Diplomat am Dienstag in Brüssel.

Die Finanzminister der Euroländer werden am Donnerstag bei ihrem Treffen in Brüssel auch über die Lage in Griechenland beraten. Wahrscheinlich könnten die Minister in diesem Jahr keine Entscheidung mehr treffen, hieß es. "Zum jetzigen Zeitpunkt sehe ich die Voraussetzungen dafür nicht gegeben", sagte der EU-Diplomat. "Die Signale, die ausgesendet werden, sind nicht gut."

Athen ist nach Angaben aus Brüsseler EU-Kreisen weit davon entfernt, mit den internationalen Geldgebern - der sogenannten Troika aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds - eine Lösung zu dem finanziellen Engpass im nächsten Jahr zu finden. Athen schätzt die Lücke im Haushalt 2014 auf rund auf 500 Millionen Euro, die Troika soll dagegen vom Dreifachen dieses Betrages ausgehen.

Griechenland stand am Beginn der schweren Euro-Schuldenkrise - und hat bereits zwei Hilfspakete im Volumen von 240 Milliarden Euro zugesagt bekommen. Das wird aber voraussichtlich nicht reichen. 2014 soll über ein weiteres Paket gesprochen werden. Wie dieses aussehen könnte, darüber halten sich die Geldgeber offiziell bedeckt. Spekuliert wird über zehn Milliarden Euro und längere Kreditlaufzeiten sowie Zinssenkungen.

Derzeit hofft das pleitebedrohte Griechenland auf die Freigabe einer weiteren Tranche von einer Milliarde Euro - die eigentlich schon im Oktober fließen sollte. Dafür muss Athen jedoch noch einige Forderungen erfüllen./amh/mt/DP/jsl

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Quelle: dpa-AFX