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ROUNDUP: EssilorLuxottica kommt bei Kauf von Apollo-Eigner voran - Aktie steigt

Eine Brille liegt auf einer Computertastatur (Symbolbild).
Eine Brille liegt auf einer Computertastatur (Symbolbild). © pixabay.com © pixabay.com

CHARENTON-LE-PONT (dpa-AFX) - Bei dem vor kurzem fusionierten Brillenkonzern EssilorLuxottica stehen die Zeichen weiter auf Übernahme. Der geplante Zukauf des niederländischen Optik-Einzelhändlers GrandVision, zu dem auch die Kette Apollo-Optik gehört, ist einen entscheidenden Schritt weiter. Die beiden Unternehmen konnten sich auf einen Kaufpreis von 7,3 Milliarden Euro einigen. Das gab das Management von EssilorLuxottica am Mittwoch in Charenton-Le-Pont zusammen mit den Halbjahreszahlen bekannt.

Der Brillenkonzern will insgesamt 76,72 Prozent des niederländischen Unternehmens übernehmen. Pro Aktie wird EssilorLuxottica 28 Euro zahlen. Wenn die Übernahme innerhalb der nächsten zwölf Monate nicht erfolgt, sogar etwas mehr.

An der Börse kamen die Zahlen gut an. Die Aktie legte am Mittag fast vier Prozent zu und kostete zuletzt 123,20 Euro. Auch der Kurs der GrandVision-Aktie stieg um mehr als fünf Prozent an. Seitdem Mitte Juli das erste Mal Gerüchte über einen möglichen Zusammenschluss aufkamen, erlebt die Aktie von GrandVision einen Höhenflug. Der Kurs stieg in den vergangenen zwei Wochen um fast 27 Prozent. Aktuell kostet das Papier 26,74 Euro.

Auch mit dem ersten Halbjahr kann EssilorLuxottica zufrieden sein. Der Brillenkonzern hat mehr Brillen seiner Kernmarke Ray-Ban verkauft. Die Marke wachse weiter in allen Ländern, wie das Management mitteilte. Aber auch das Geschäft mit den beiden Töchtern Sunglass Hut in Europa und Óticas Carol in Brasilien habe sich positiv entwickelt.

Insgesamt erhöhte sich der Umsatz auf Pro-Forma-Basis in den ersten sechs Monaten um 7,3 Prozent auf 8,8 Milliarden Euro. Den stärksten Zuwachs konnte das Unternehmen in Nordamerika verbuchen, aber auch die anderen Märkte legen zu. Währungsbereinigt lag das Umsatzwachstum über alle Länder hinweg bei 3,9 Prozent.

Das bereinigte operative Ergebnis des neuen Konzerns ging leicht um 0,4 Prozent zurück. Unterm Strich steht nach den ersten sechs Monaten allerdings ein um Sondereffekte wie die Fusionskosten bereinigtes Plus von 1,9 Prozent. Damit wuchs das Nettoergebnis auf knapp 1,1 Milliarden Euro. Die Sonderkosten ausgeklammert belief sich der Gewinn auf 725 Millionen Euro.

An der Prognose für das laufende Geschäftsjahr hält der Konzern fest: Demnach soll der Umsatz währungsbereinigt um 3,5 bis 5 Prozent steigen. Durch die Fusion im vergangenen Jahr rechnet das Management mit erheblichen Einsparungen. Der französische Brillenglasproduzent Essilor (Essilor Aktie) und der italienische Hersteller von Brillenfassungen Luxottica hatten sich im vergangenen Oktober zusammengeschlossen./knd/kro/jha/

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Quelle: dpa-AFX