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ROUNDUP: Erneut Streiks an Flughäfen - Düsseldorf und Hamburg betroffen

Demonstranten bei einer Protestaktion (Symbolbild).
Demonstranten bei einer Protestaktion (Symbolbild). pixabay.com pixabay.com

DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Am Düsseldorfer Flughafen wird an diesem Donnerstag wieder gestreikt. Das Sicherheitspersonal werde mit Beginn der Morgenschicht um 04.00 Uhr die Arbeit für den Rest des Tages niederlegen, kündigte ein Sprecher der Gewerkschaft Verdi am Mittwoch an. Gleiches gilt für den Hamburger Flughafen. Die Arbeitgeber hätten die Karnevalstage verstreichen lassen und die Chance vertan, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. In der vergangenen Woche war ein Sondierungsgespräch der Tarifparteien ergebnislos abgebrochen worden. Die Fronten sind verhärtet. Verdi fordert 30 Prozent mehr Lohn.

Die Beschäftigten hätten "momentan keine andere Wahl als zu streiken", so der Verdi-Sprecher. Mit öffentlichen Attacken auf die Verdi-Verhandlungsführerin und 30-Euro-Tankgutscheinen für Streikbrecher hätten sich die Arbeitgeber in der Zwischenzeit keinen Gefallen getan. "Das kommt nicht so gut an bei den Beschäftigten."

Dem Arbeitgeberverband warf Verdi-Verhandlungsführerin Andrea Becker vor, "durch provozierte Streiks das Geld von Flughafenbetreibern und Airlines zu verpulvern, um die eigenen Gewinne zu sichern". Die Gewerkschaft hatte ihrerseits die Kunden der Sicherheitsfirmen angeschrieben und ihre Bereitschaft erfragt, höhere Sicherheitsausgaben zu akzeptieren.

Ziel der Gewerkschaft sei es, die 34 000 Beschäftigten der privaten Sicherheitsbranche in NRW "aus dem Niedriglohnsektor zu befreien". In der untersten Tarifgruppe sei ein Stundenlohn von 8,23 Euro kaum als Einkommen zu bezeichnen.

Verdi und der Bundesverband der Sicherheitswirtschaft BDSW verhandeln in Hamburg und in Nordrhein-Westfalen über die Lohnhöhe und in Berlin bundesweit über einen Manteltarifvertrag. Mit einem Streik hatten die Beschäftigten der privaten Sicherheitsfirmen am 18. Januar den Flugbetrieb am Hamburger Flughafen weitgehend lahmgelegt.

Ein zweitägiger Ausstand an den Sicherheitsschleusen der Flughäfen Düsseldorf und Köln/Bonn hatte dann vor drei Wochen massive Störungen des Flugverkehrs verursacht. Hunderte Flüge waren ausgefallen, Zehntausende Fluggäste betroffen.

Für Donnerstag sind am Düsseldorfer Airport 550 Flugbewegungen geplant. Der Flughafen rechnet mit rund 48 000 Passagieren. Flughafenchef Christoph Blume kritisierte, dass der Tarifkonflikt auf dem Rücken der Passagiere und Airlines ausgetragen werde. Dies schade der Branche immens. Er appellierte an die Tarifparteien, schnellstmöglich am Verhandlungstisch eine Lösung zu erzielen.

Allen Passagieren wird empfohlen, sich vor der Anreise zum Flughafen über den aktuellen Stand ihres Fluges bei ihrer Airline oder ihrem Reiseveranstalter zu informieren./fc/DP/fbr

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Quelle: dpa-AFX