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ROUNDUP: Endspurt bei Fusionsverhandlungen von American Airlines und US Airways

Ein American Airlines Flugzeug beim Start in Los Angeles.
Ein American Airlines Flugzeug beim Start in Los Angeles. © Laser1987 / iStock Editorial / Getty Images Plus / Getty Images © Laser1987 / iStock Editorial / Getty Images Plus / Getty Images www.gettyimages.de

NEW YORK (dpa-AFX) - Jetzt oder nie: Die Verhandlungen von American Airlines und US Airways für einen Zusammenschluss zur weltgrößten Fluggesellschaft laufen auf Hochtouren. Denn am Freitag kommender Woche enden Verschwiegenheitsvereinbarungen. Dies wird als Frist gesehen, bis zu der sich die zwei Seiten geeinigt haben sollten. Gespräche über eine Fusion laufen schon seit Monaten hinter verschlossenen Türen.

American Airlines ist nach Passagierzahlen die drittgrößte Fluggesellschaft der Vereinigten Staaten, US Airways ist Nummer fünf. Zusammengenommen würden sie die ebenfalls aus einer Fusion entstandene United Continental (Continental Aktie) vom Spitzenplatz verdrängen und sogar zur weltweiten Nummer eins aufsteigen.

Es gibt allerdings noch zahlreiche Hürden zu meistern, wie das "Wall Street Journal" (Donnerstagausgabe) anmerkte: So seien weder die genauen Besitzverhältnisse, noch die Verteilung der Chefposten endgültig geklärt. Die Verwaltungsräte als oberste Firmengremien hätten nicht einmal Termine angesetzt, um über die Fusion zu beraten.

Es könnte noch Wochen dauern bis eine Vereinbarung stehe, berichtete die Zeitung unter Berufung auf eingeweihte Personen. Dann müssten die Verschwiegenheitsvereinbarungen verlängert werden. Die Verhandlungen zum Zusammenschluss könnten aber auch ganz scheitern, schrieb die Finanznachrichten-Agentur Bloomberg unter Berufung auf eigene Informanten.

Eine entscheidende Rolle bei den Verhandlungen spielen die Gläubiger der insolventen American-Muttergesellschaft AMR, die möglichst viel ihres Geldes retten wollen. Laut "Wall Street Journal" sollen die AMR-Gläubiger 72 Prozent der Anteile an einer fusionierten Gesellschaft halten, die Aktionäre der börsennotierten US Airways kämen auf 28 Prozent. Dagegen solle US-Airways-Chef Doug Parker das fusionierte Unternehmen führen.

AMR hatte im November 2011 Insolvenz angemeldet und arbeitet mit Kosteneinsparungen an einem Neustart. Seit Anfang 2012 wirbt der Chef der kleinen US Airways ganz offen für eine Fusion, um den größeren Rivalen im harten Wettbewerb Paroli bieten zu können. Im August vereinbarten die zwei Unternehmen, einander die Bücher zu öffnen und gegenüber Dritten Verschwiegenheit über ihre Verhandlungen zu bewahren./das/DP/she

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Quelle: dpa-AFX