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ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax über 7.700 Punkten nach Notenbank-Aussagen

Die Frankfurter Skyline im Abendrot (Symbolbild).
Die Frankfurter Skyline im Abendrot (Symbolbild). © jotily / iStock / Getty Images Plus / Getty Images © jotily / iStock / Getty Images Plus / Getty Images www.gettyimages.de

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt hat am Donnerstag die Sorgen um Italiens politische Zukunft weiter abgeschüttelt. Aussagen der Zentralbank-Chefs in den USA und Europa, dass an der lockeren Geldpolitik festgehalten werde, stützten die positive Stimmung. Hinzu kamen sehr positive Konjunkturdaten. Der Dax überwand mit Leichtigkeit wieder die Marke von 7.700 Punkten und ging mit einem Plus von 0,86 Prozent bei 7.741,70 Punkten aus dem Handel. Am Dienstag hatten Sorgen über ein Wiederaufflammen der Euroschuldenkrise nach dem Wahlpatt in Italien den deutschen Leitindex deutlich unter 7.600 Punkte gedrückt. Der MDax beendete den Donnerstag mit plus 1,22 Prozent bei 13.301,38 Punkten. Der TecDax legte um 1,11 Prozent auf 918,19 Punkte zu.

Börsenbewegungen, die im Wesentlichen auf politische Ereignisse zurückgingen, seien oftmals nur von kurzer Dauer, analysierte Marktexperte Ralf Umlauf von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). Selbst Gerüchte über eine drohende Bonitätsabstufung der Niederlande konnten dem Leitindex nichts anhaben. "Dass Mario Draghi und Ben Bernanke nochmals bekräftigten, ihre lockere Geldpolitik auch zukünftig beibehalten zu wollen, hat den Märkten geholfen", sagte Analyst Gregor Kuhn vom Broker IG. Zudem fielen auch die wöchentlichen US-Arbeitsmarktdaten gut aus und die Stimmung der Einkaufsmanager in Chicago stieg überraschend auf den höchsten Stand seit elf Monaten.

TELEKOM KAUM VERÄNDERT NACH ZAHLEN

Im Fokus standen zahlreiche Unternehmen mit ihren Geschäftsberichten. Die Aktien der Deutschen Telekom gingen mit minus 0,02 Prozent nahezu unverändert aus dem Tag. Der Konzern gab im vergangenen Jahr in seinen beiden wichtigsten Märkten Deutschland und USA viel Geld aus, um Kunden zu gewinnen und zu halten. Die hohen Ausgaben belasteten den operativen Gewinn. Die Erwartungen am Markt wurden enttäuscht.

Die Bayer-Papiere dagegen zogen um 2,71 Prozent an, nachdem der Chemie- und Pharmakonzern 2012 Umsatz und operatives Ergebnis deutlich gesteigert hatte. In der Spitze kosteten die Papiere mit 76,42 Euro soviel wie nie zuvor. Gleiches galt für die Henkel-Titel mit einem zwischenzeitlichen Rekordhoch bei 67,85 Euro. Spitzenreiter im Dax waren die Lufthansa-Titel mit plus 3,41 Prozent. Sie wurden mitgezogen von sehr kräftigen Gewinnen des Branchenkollegen IAG.

Im MDax brachen die Hochtief-Aktien um 7,20 Prozent ein, weil der Baukonzern mit seinem Ausblick auf das laufende Jahr und der Dividende enttäuschte. Lob gab es dagegen für die Bilanz von ProSiebenSat.1, was die Titel des Medienkonzerns um 6,77 Prozent steigen ließ.

AUSGEPRÄGTE KURSREAKTIONEN IM TECDAX

Ausgeprägte Kursreaktionen auf Bilanzen gab es auch im TecDax: Die Aixtron-Titel waren trotz tiefroter Jahreszahlen mit knapp zehn Prozent Plus größer Index-Gewinner. Am Markt wurde der Kurssprung mit steigendem Optimismus erklärt, dass ein Tiefpunkt erreicht sein könnte. Die Adva Optical-Papiere dagegen verloren am Indexende 4,29 Prozent. Der Glasfaserkabel-Spezialisten litt vor allem unter einem schwachen Quartalsausblick.

In ganz Europa legten die Börsen weiter zu: Der EuroStoxx 50 gewann 0,83 Prozent auf 2.633,55 Punkte und auch in London und Paris waren die Vorzeichen positiv. In den USA zeigte sich der Dow Jones Industrial zum europäischen Handelsschluss fast unverändert mit plus 0,02 Prozent. Die Nasdaq-Indizes legten moderat zu.

Am deutschen Rentenmarkt stieg die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere leicht von 1,16 Prozent am Vortag auf 1,17 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,11 Prozent auf 134,63 Punkte, während der Bund-Future um 0,10 Prozent auf 145,00 Punkte zulegte. Der Kurs des Euro gab wieder nach und sank auf 1,3080 US-Dollar. Die EZB hatte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,3129 (Mittwoch: 1,3097) Dollar (Dollarkurs) festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7617 (0,7635) Euro./ck/enl

--- Von Claudia Kahlmeier, dpa-AFX ---

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Quelle: dpa-AFX