Ad hoc-Mitteilungen

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax schließt leichter - Zahlen und Ausblicke

Eingang der Frankfurter Börse.
Eingang der Frankfurter Börse. © Nikada/iStock Unreleased / Getty Images Plus/Getty Images © Nikada/iStock Unreleased / Getty Images Plus/Getty Images

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach seinem freundlichen Wochenstart hat der deutsche Aktienmarkt am Dienstag wieder nachgegeben. Im Dax sorgten vier Quartalsberichte aus der ersten Börsenliga für Freude, aber auch für Enttäuschung. Der deutsche Leitindex ging am Abend um 0,34 Prozent leichter bei 9.076,48 Punkten aus dem Handel, nachdem er am Vortag erstmals über 9.100 Zählern geschlossen hatte. Der MDax sank um 0,81 Prozent auf 16.062,72 Punkte. Der TecDax gab um 1,26 Prozent auf 1.126,29 Punkte nach.

Die Experten sind sich derzeit uneins, wohin die Reise für den Leitindex in den Restwochen des Jahres noch gehen könnte. "Nachdem die Europäische Zentralbank ihr Pulver zunächst verschossen hat und die ultralockere Geldpolitik in den USA nicht endlos so weitergehen kann, scheint das Aufwärtspotenzial zunächst ausgereizt", sagte Marktanalyst Jens Klatt von DailyFX. Die Folge des Ganzen sei aber unklar, und der Aktienmarkt suche weiter seine Richtung. "Die Luft wird allerdings nun über der Marke von 9.000 Punkten immer dünner", so Klatt.

INFINEON (Infineon Aktie) AM DAX-ENDE

Marktanalyst Kornelius Barczynski vom Brokerhaus GKFX hält dagegen den Börsen-Höhenflug für noch nicht beendet. Seiner Meinung nach könnte der Leitindex jetzt eine kleine Korrektur einleiten, um dann möglicherweise noch in diesem Jahr die Marke von 10 000 Punkten anzutesten.

Im Leitindex spielten am Dienstag wieder Quartalsbilanzen die Hauptrolle. Die Deutsche Post (Deutsche Post Aktie), Henkel, Lanxess (Lanxess Aktie) und Infineon legten ihre Zahlen vor. Besonders deutlich nach unten ging es für die tags zuvor favorisierten Papiere des Halbleiterstellers aus München, sie gaben am Dax-Ende um 5,61 Prozent auf 6,88 Euro nach. Nach dem versöhnlichen Ende eines durchwachsenen Geschäftsjahres 2012/13 traut sich Infineon zwar wieder eine optimistische Prognose zu, für das laufende Quartal rechnet der Konzern allerdings mit einer verhaltenen Entwicklung.

LANXESS SEHR SCHWACH

Die Aktien von Lanxess sanken um knapp fünf Prozent. Am Markt wurde der präzisierte Ausblick des Spezialchemiekonzerns zunehmend als Belastungsfaktor angesehen. Die Vorzüge von Henkel gehörten dagegen mit plus 1,27 Prozent zu den Favoriten. Der Konsumgüterkonzern hatte im dritten Quartal seinen Gewinn gesteigert und zeigt sich nun noch etwas optimistischer für das Gesamtjahr. Die Post-Aktien konnten nach der Bilanzvorlage ihre anfänglich klaren Gewinne nicht halten und schlossen mit minus 0,14 Prozent.

Die Aktien der Deutschen Telekom verloren nach einer angekündigten Kapitalerhöhung der Tochter T-Mobile USA 0,80 Prozent. Die US-Mobilfunktochter bietet bis zu 72,8 Millionen neue Aktien an und will dafür knapp 2 Milliarden Dollar (Dollarkurs) einnehmen. Die Telekom will sich nicht beteiligen.

OSRAM AUF REKORDHOCH

Im MDax und TecDax standen noch zahlreiche weitere Unternehmen mit Quartalsbilanzen im Blick, darunter auch Börsenneuling Osram. Der Leuchtmittelhersteller schreibt nach Umbau, Jobabbau und der Trennung von Siemens wieder schwarze Zahlen, was der Osram-Aktie im Handelsverlauf ein Rekordhoch bei 40,595 Euro bescherte. Das Papier schloss an der MDax-Spitze 4,71 Prozent fester bei 40 Euro.

Auch Deutsche Wohnen zählten nach Zahlen zu den MDax-Favoriten. Am Indexende mit minus 6,47 Prozent landeten nach vorgelegtem Quartalsbericht die Leoni-Papiere. Der Autozulieferer hatte beim operativen Ergebnis die Markterwartungen verfehlt.

EVOTEC BRECHEN EIN

Im TecDax brachen Evotec nach roten Quartalszahlen am Index-Ende um über 16 Prozent ein. Allerdings hatten die Biotechtitel Anfang dieses Monats den höchsten Stand seit Mai 2004 erreicht.

Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone schloss 0,59 Prozent leichter bei 3034,68 Punkten. Auch die Börse in Paris verbuchte Verluste, während der Leitindex in London nur knapp unter dem Vortagesniveau endete. In New York lag der Dow Jones Industrial zum Handelsschluss in Europa mit 0,34 Prozent im Minus.

Am deutschen Rentenmarkt stieg die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 1,44 (Vortag: 1,41) Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,22 Prozent auf 133,61 Punkte. Der Bund-Future gab zuletzt 0,24 Prozent auf 140,62 Punkte nach. Der Kurs des Euro stieg. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3432 (Montag: 1,3394) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7445 (0,7466) Euro./tav/he

--- Von Tanja Vedder, dpa-AFX ---

Der ARIVA.DE Newsletter
Bleiben Sie informiert mit dem wöchentlichen Marktüberblick.
Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.
Quelle: dpa-AFX