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ROUNDUP 2: Symrise bleibt mit Umsatz- und Gewinnsprung auf Wachstumskurs

Forschungsteam bei der Arbeit im Labor (Symbolbild).
Forschungsteam bei der Arbeit im Labor (Symbolbild). © gorodenkoff / iStock / Getty Images Plus / Getty Images © gorodenkoff / iStock / Getty Images Plus / Getty Images www.gettyimages.de

(Neu: Telefonkonferenz, Analysten und Händler, Aktienkurs)

HOLZMINDEN (dpa-AFX) - Der Aromen- und Duftstoffhersteller Symrise (Symrise Aktie) hat dank einer starken Nachfrage auch im dritten Quartal Umsatz und Gewinn gesteigert. "Von der leichten konjunkturellen Abkühlung in einzelnen Märkten konnten wir uns erfolgreich abkoppeln", sagte Symrise-Chef Heinz-Jürgen Bertram am Dienstag. Symrise halte auch in der zweiten Jahreshälfte sein hohes Tempo.

In das vierte Quartal sei der Konzern "gut" gestartet. Er bleibe für die übrigen Wochen des Jahres "optimistisch". Im vierten Quartal werde sich das kräftige Wachstum der ersten neun Monate laut Symrise wegen höherer Vergleichswerte im Vorjahr geringfügig abschwächen. An den Prognosen hielt Bertram aber fest. Symrise werde 2013 schneller als der Markt wachsen und zu den profitabelsten Unternehmen der Branche zählen. Auch die mittelfristigen Ziele bestätigte er.

Am Finanzmarkt war die Reaktion ausgesprochen positiv. Die Aktien legten in einem etwas schwächeren Gesamtmarkt am Vormittag um 4,94 Prozent auf 32,70 Euro zu und waren damit stärkster Wert im MDax. Händler und Analysten waren positiv überrascht. Die Zahlen dürften aus Sicht von Commerzbank-Analystin Yasmin Moschitz mögliche Zweifel einiger Marktteilnehmer ausgeräumt haben. Die schwächeren Zahlen des Schweizer Konkurrenten Givaudan hätten bei einigen Anlegern wohl Sorgen um den Geschäftsverlauf von Symrise hervorgerufen. DZ Bank-Experte Thomas Maul zielte auf das währungsbereinigt starke Umsatzwachstum ab. Dies zusammen mit einer hohen Profitabilität sollte zu einer Erholungsrally der Aktie führen. Die bestätigten Finanzziele habe er dagegen erwartet.

Die Holzmindener steigerten den Umsatz zwischen Juli und Ende September im Jahresvergleich um 4,1 Prozent auf 466,5 Millionen Euro. Währungsbereinigt lag das Plus sogar bei 10,7 Prozent. In den ersten neun Monaten lag das Umsatzplus bei 6,2 Prozent. Nordamerika war im dritten Quartal der Wachstumstreiber. Im Raum Asien/Pazifik ging der Umsatz im dritten Quartal hingegen leicht zurück. Symrise profitierte insgesamt von einer höheren Mentholproduktion und dem Kauf des US-Duftherstellers Belmay. Symrise ist weltweit der größte Mentholhersteller. Der Stoff wird vor allem in der Mundhygiene eingesetzt.

Auch die Kosten hat Symrise laut Bertram "im Griff". Die Profitabilität blieb im dritten Quartal und auch in den ersten neun Monaten des Jahres hoch. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) wuchs im dritten Quartal um 10 Prozent auf 99 Millionen Euro. Die Menthol-Kapazitäten seien gut ausgelastet. Zudem machte sich bei einzelnen Rohstoffen eine leichte Entspannung bei den Preisen positiv bemerkbar. Die EBITDA-Marge erhöhte sich um einen Prozentpunkt auf 21,2 Prozent. Im Gesamtjahr dürfte sie bei rund 20 Prozent liegen. Der Gewinn legte im dritten Quartal um 10 Prozent auf 46,5 Millionen Euro zu.

Obwohl die weltweite Konjunktur, insbesondere in den Schwellenländern, etwas an Dynamik verloren hat, habe Symrise einen guten Geschäftsverlauf erlebt, hieß es im Quartalsbericht. Im Aromen-Geschäft (Flavor & Nutrition) ging der Umsatz im dritten Quartal leicht zurück, während das Duftstoff-Geschäft (Scent & Care) weiter kräftig wuchs. Der Aufbau der Vertriebsorganisation im Raum Asien/Pazifik sowie Kosten für Forschungsprojekte bremsten im Aromen-Geschäft die Profitabilität. Symrise werde sein "strenges Kostenmanagement" und den Fokus auf margenstarke Geschäfte beibehalten. Der Konzern wolle auch in Zukunft vorrangig organisch wachsen. Doch auch Zukäufe würden weiterhin geprüft. Diese müssten allerdings Wert schaffen.

Der MDax-Konzern stellt mit mehr als 5.900 Mitarbeitern Duft- und Geschmacksstoffe her. Die zwei Bereiche sind gemessen am Umsatz in etwa gleich groß. Der Konzern ist weltweit die Nummer vier und beliefert Parfum-, Kosmetik-, Lebensmittel- und Getränkehersteller sowie die Pharmaindustrie./jha/ep/stb

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Quelle: dpa-AFX