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ROUNDUP 2: Beiersdorf trumpft auf - Höhere Prognose treibt Aktie auf Rekordhoch

Nivea ist eine Marke von Beiersdorf.
Nivea ist eine Marke von Beiersdorf. pexels.com pexels.com

(Neu: Aussagen aus Konferenz, Marktreaktion)

HAMBURG (dpa-AFX) - Der Nivea-Hersteller Beiersdorf (Beiersdorf Aktie) hat die mageren Jahre abgehakt und strotzt inzwischen wieder vor Optimismus. Nach einer langen Durststrecke und einem umfangreichen Umbau weist der Konzern inzwischen Wachstumsraten auf von denen einige Konkurrenten nur träumen können. "Wir sind wieder da, wo wir vor zehn Jahren mal waren", sagte Beiersdorf-Chef Stefan Heidenreich am Dienstag bei der Vorstellung der Neunmonatsbilanz selbstbewusst. Seinen Ausblick für das Gesamtjahr hob der Konsumgüterkonzern an, was vor allem an der Börse für Jubel sorgte. Die Aktie kletterte im Dax zwischenzeitlich auf ein Rekordhoch.

2013 soll der Umsatz nun um 6 bis 7 Prozent zulegen. Bisher war der von der Tchibo-Holding Maxingvest kontrollierte Konzern von 5 bis 6 Prozent Wachstum ausgegangen. Auch beim Gewinn zeigte sich das Unternehmen optimistischer. Bei der Umsatzrendite bezogen auf das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) rechnen die Hamburger mit rund 13 Prozent, nach zuvor 12 bis 13 Prozent.

STARKER EURO BREMST

"Wir gewinnen Marktanteile, unsere Produkte finden eine positive Resonanz: kurz unsere Marken sind wieder begehrt", fasste Heidenreich die Entwicklung des Konsumgüterkonzerns zusammen. Sein Vorgänger Thomas Quaas hatte Ende 2010 mit der Neuausrichtung des Unternehmens begonnen. Schlecht laufende Produkte wurden aus den Regalen genommen und das Geschäft auf starke Marken wie Nivea oder Eucerin ausgerichtet. Der seit vergangenem Jahr amtierende Heidenreich setzte den Kurs fort und stärkte zudem das Geschäft in den Schwellenländern, das inzwischen mehr als die Hälfte zum Umsatz beiträgt.

Allerdings bekommt Beiersdorf derzeit auch die Auswirkungen des starken Euro zu spüren. In den ersten neun Monaten stiegen die Erlöse deshalb nur um 2,4 Prozent auf 4,67 Milliarden Euro. Organisch, also ohne Wechselkurseffekte sowie Zu- und Verkäufe, belief sich das Plus hingegen auf 7,3 Prozent. Operativ (EBIT) legte der Konzern um gute 16 Prozent auf 650 Millionen Euro zu. Unter dem Strich stand ein Gewinn von 426 Millionen Euro, was einem Zuwachs von mehr als einem Fünftel entspricht. Die Erwartungen der Analysten konnten die Hamburger damit schlagen.

NEUES DUSCHGEL - SONNENSCHUTZMITTEL GEFRAGT

Die größten Sprünge machte Beiersdorf im dritten Quartal, in dem auch der europäische Markt wieder an Fahrt aufnahm. Vor allem Deutschland und Großbritannien hätten sich gut entwickelt, sagte Heidenreich. Das warme Sommerwetter kurbelte den Absatz von Sonnenschutzprodukten an, aber auch neue Ideen wie ein Duschgel mit integrierter Bodylotion oder ein Deo gegen Stressschweiß kamen gut an. Die neuen Produkte sollen nun auch weltweit in den Handel gehen.

Die Hautpflege ist das Stammgeschäft von Beiersdorf und steuerte in den ersten neun Monaten mit 3,9 Milliarden Euro den größten Batzen zum Umsatz bei. Hier trifft der Konzern aber auch auf große internationale Gegenspieler wie L'Oreal, Procter & Gamble (Procter & Gamble Aktie) oder Unilever. Weitere 791 Millionen Euro erwirtschaftete Beiersdorf mit Klebstoffen. Die Tochter Tesa konnte sich über Aufträge aus der Auto- und Elektronikindustrie freuen./she/jha/stb

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Quelle: dpa-AFX