Ad hoc-Mitteilungen

Rohstoffmärkte noch nicht über dem Berg

Frankfurt (Godmode-Trader.de) - Die Rohstoffmärkte gaben im August in der Breite weiter nach. Ausnahmen bildeten der Energiebereich und Kakao (+12 %). Besonders aber die Industriemetalle ließen Federn. Schlusslicht war Nickel, der Preis verbilligte sich im Monatsvergleich um über 10 Prozent. „Währungsturbulenzen und eingetrübte Wachstumsaussichten wichtiger Schwellenländer bergen Ansteckungsgefahren, so dass viele Investoren vorerst wohl gegenüber einem breiten Engagement in Rohstoffen zurückhaltend bleiben“, versuchte Heleba-Analyst Heinrich Peters eine Erklärung für die Preisschwäche zu finden.

Seiner Meinung nach bremste auch die „nachlassende Dynamik der Weltkonjunktur zunehmend die Preisfantasie auf der Inputseite“. So stelle sich das Angebot gerade bei Industrierohstoffen wahrscheinlich nicht als so knapp dar, wie noch im Frühjahr an den Märkten vermutet worden sei.

Allerdings, prognostiziert Peters, sollte der massive Gegenwind der letzten Monate seitens des US-Dollar spürbar nachlassen, so dass die Preissenkungsspielräume sich eher verringern dürften. Gewisse Hoffnungen auf eine zumindest vorübergehende Stabilisierung der Notierungen gehen laut dem Rohstoffanalysten auch von einer wieder expansiveren Geld- und Kreditpolitik in China aus. „Andererseits bleibt der Handelskonflikt trotz zeitweiliger Lichtblicke, zuletzt etwa im Zuge der Annäherung zwischen den USA und Mexiko, entgegen bisheriger Erwartungen neben dem Iran-Konflikt wohl weiterhin eine große Unbekannte“, führt Peters weiter aus.

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