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Rohöl: US-Produktionsdaten verhindern Preisanstieg

New York/ London/ Frankfurt (Godmode-Trader.de) - Der starke Verfall des Ölpreises im vergangenen Jahr hatte viele Öl-Analysten überrascht. Besonders nach dem Peak Anfang Oktober, als Brent knapp 87 Dollar je Barrel kostete, ging es innerhalb weniger Wochen schlagartig und heftig bergab. Mehrere Faktoren führten zu dem Abstieg bis auf 50 Dollar/Barrel im Dezember. Zum einen haben sich die Aussichten für die Weltwirtschaft stark verschlechtert, weshalb der Markt mit einer geringeren Ölnachfrage rechnete. Zum anderen hat es sich zuvor wohl um Preisübertreibungen gehandelt. Gegenwärtig hat sich der Ölpreis etwas erholt, Brent kostet rund 60,50 US-Dollar, WTI 51,60 Dollar.

Wird Öl in diesem Jahr so billig bleiben? Zünglein an der Waage ist das mächtige Bündnis OPEC+. Jeffrey Currie, Ölfachmann von Goldman Sachs, erwartet keine großen Sprünge, wie er im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ausführte. Seiner Meinung nach dürfte die Organisation erdölexportierender Staaten und ihre Unterstützer es zwar schaffen, die Einhaltung der beschlossenen Förderkürzung auch durchzusetzen. Aber auch Amerikas Ölangebot dürfte sich entwickeln: „Neue Pipelines werden die Transportengpässe in den Vereinigten Staaten bald überwinden“, sagte Currie der Zeitung. „Dann gibt es wieder das Spiel: Was die OPEC weniger fördert, fördert Amerika mehr – es entsteht ein Hin und Her.“

Die US-Rohölproduktion stieg in der letzten Woche auf ein Rekordniveau von 11,9 Mio. Barrel pro Tag. Die US-Energiebehörde EIA rechnet in ihrem am Dienstag veröffentlichten Monatsbericht für dieses Jahr trotz niedrigerer Preise weiterhin mit einem Produktionsanstieg um gut 1,1 Mio. Barrel pro Tag. Im nächsten Jahr soll die US-Rohölproduktion um weitere knapp 800.000 auf 12,9 Mio. Barrel pro Tag steigen.

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