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Rettungsfonds-Chef beunruhigt über Lage in Zypern und Italien

Ein Geschäftsmann beim Betrachten von Charts (Symbolbild).
Ein Geschäftsmann beim Betrachten von Charts (Symbolbild). © NicoElNino / iStock / Getty Images Plus / Getty Images © NicoElNino / iStock / Getty Images Plus / Getty Images

PARIS (dpa-AFX) - Der Chef des Euro-Rettungsfonds, Klaus Regling, hat sich beunruhigt über die Lage in Zypern und Italien geäußert. Ohne ein Hilfsprogramm stelle der Inselstaat ein Risiko für die Eurozone dar, sagte der Deutsche in einem Interview der französischen Tageszeitung "Le Figaro" (Donnerstag). Italien könne zum Unsicherheitsfaktor werden, wenn die begonnenen Reformen nach der Wahl am Sonntag nicht fortgeführt würden.

Regling warnte in diesem Zusammenhang auch die deutsche Politik davor, die Entscheidung über ein Zypern-Rettungspaket bis zur Bundestagswahl im September zu verschleppen. "Nach den Zahlen, die ich gesehen habe, droht Zypern im Sommer in Zahlungsschwierigkeiten zu kommen", sagte der ESM-Chef. Er halte es für wenig wahrscheinlich, dass der Inselstaat seine Gläubiger ohne Hilfen von Europa und Internationalem Währungsfonds (IWF) bedienen könne.

Zypern verhandelt seit längerem über ein milliardenschweres Hilfspaket aus dem Euro-Rettungsfonds ESM. Das grüne Licht wird allerdings frühstens nach der zweiten Runde der Präsidentenwahl an diesem Sonntag erwartet. "Wir brauchen zügig eine Entscheidung", mahnte Regling. Seiner Einschätzung nach sei Zypern für die Währungsunion systemrelevant. "Die (zyprischen) Banken haben bedeutende Filialen in Griechenland. Und die Märkte beobachten Zypern sehr genau", erklärte der ESM-Chef. "Im Fall des Abdriftens, droht Ansteckungsgefahr."/aha/DP/hbr

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Quelle: dpa-AFX