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Renault-Nissan-Chef übernimmt Vorsitz: Kann Carlos Ghosn Mitsubishi aus der Krise führen?

Führungswechsel beim japanischen Autokonzern Mitsubishi: Der Manager Carlos Ghosn, der bereits zwei große Autobauer leitet, übernimmt den Unternehmensvorsitz.
Mitsubishi Lancer Evolution X
Mitsubishi Lancer Evolution X - © istockphoto.com / kurmyshov

Laut einem Bericht der französischen Nachrichtenagentur AFP steht ein Wechsel in der Spitze des japanischen Automobilherstellers Mitsubishi bevor. Die Aktionäre des Konzerns bestimmten den Manager Carlos Ghosn zum neuen Vorsitzenden des Unternehmens. Ghosn leitet bereits die französisch-japanische Renault-Nissan-Allianz. Der neue Vorsitzende erklärte bei der Aktionärsversammlung am Mittwoch in Tokio, das Bündnis der drei Autohersteller künftig gewinnbringend einsetzen zu wollen. Mitsubishi solle dabei unabhängig bleiben und seine Marke bewahren.

Manipulations-Skandal setzt Mitsubishi zu

Der Konzern Mitsubishi Motors, der sich zu 34 Prozent in der Hand von Nissan befindet, steht derzeit vor massiven Problemen: Im April gab Mitsubishi zu, den Kraftstoffverbrauch seiner Fahrzeuge bei Tests verfälscht zu haben. Nahezu alle seit Beginn der 1990er-Jahre verkauften Autos des japanischen Herstellers sollen von den Manipulationen betroffen sein. Das Unternehmen geht davon aus, wegen des Skandals im Geschäftsjahr 2016/2017 erstmals seit acht Jahren in die roten Zahlen zu rutschen. Auch die im Nikkei 225 gelistete Mitsubishi-Aktie verzeichnete infolge der Vorwürfe massive Verluste.

Ghosn konnte bereits andere Hersteller sanieren

Die Hoffnungen der Mitsubishi-Aktionäre ruhen nun auf dem krisenerprobten Ghosn: Der in Brasilien geborene Manager war 1996 bereits an der Sanierung des damals angeschlagenen Autobauers Renault beteiligt. 1999 wechselte Ghosn zum Konzern Nissan, an dem Renault Anteile von 44 Prozent hielt – durch ein Spar-und Reformprogramm konnte er den in Schieflage geratenen japanischen Autobauer aus der Krise führen.

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