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RBS braucht größeres Kapitalpolster

Die Royal Bank of Scotland (Royal Bank of Scotland Aktie) muss vor einem Ausstieg des Staates noch ihre Kapitaldecke aufbessern. Mit einem umfassenden Sanierungsplan will die RBS ihr Polster in den nächsten zwei bis drei Jahren verbessern.

Die krisengeplagte Royal Bank of Scotland (RBS) muss vor einem Ausstieg des Staates noch ihre Kapitaldecke aufbessern. Dies sei eine Grundvoraussetzung für den Verkauf der Aktien, sagte James Leigh-Pemberton, der designierte Chef der Behörde, die die Bank-Beteiligungen der britischen Regierung verwaltet, am Dienstag im Londoner Parlament. Im Sommer hatte die Finanzaufsicht die Kapitallücke der RBS auf 13,6 Milliarden Pfund (16,1 Milliarden Euro) beziffert - die größte bei einer Bank auf der Insel.

Die RBS will mit einem umfassenden Sanierungsplan in den nächsten zwei bis drei Jahren auch die Kapitalausstattung deutlich verbessern. Unter anderem soll eine interne Abwicklungseinheit riskante Kredite entsorgen. Großbritannien hatte in der Finanzkrise 2008 insgesamt 66 Milliarden Pfund in die RBS und den damals ebenfalls schlingernden Rivalen Lloyds (Lloyds Aktie) gesteckt, um diese vor dem Kollaps zu bewahren. Erste Lloyds-Aktien hat die Regierung bereits mit Gewinn verkauft. Bei RBS ist der Ausstieg aber noch in weiter Ferne. Der Staat sitzt wegen des schwachen Aktienkurses noch auf einem Buchverlust von 15 Milliarden Pfund.

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Quelle: Handelsblatt