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Purzelnde Großhandel-Strompreise zehren an EnBW

Der Überschuss des deutschen Energieriesen EnBW ist in den ersten neun Geschäftsmonaten dieses Jahres geschmolzen. Jetzt baut das Unternehmen darauf, staatliche Förderung für Reservekraftwerke zu erhalten.

Sinkende Stromumsätze und die Belastungen aus dem Atomausstieg haben der EnBW in den ersten neun Monaten dieses Jahres erneut zu schaffen gemacht. Trotz eines Umsatzwachstums brach der Gewinn um fast 60 Prozent ein. Die Geschäftsentwicklung bewege sich zwar im Rahmen der Erwartungen, sagte Finanzvorstand Thomas Kusterer am Dienstag in Karlsruhe. Er gehe aber davon aus, dass die angespannte Lage am Strommarkt das Ergebnis auch in Zukunft belasten werde.

Der im vergangenen Jahr angetretene EnBW-Chef Frank Mastiaux baut den einstigen Atomstromer derzeit zum Öko-Konzern um und will dabei unter anderem auf die Wind- und Wasserkraft setzen. Die aus den Koalitionsverhandlungen bekanntgewordenen Pläne, die Förderung für Windkraft an Land zu drosseln, habe keine Auswirkungen auf bestehende Investitionen wie den Offshore-Park Baltic II in der Ostsee, sagte Kusterer. Auf Eis gelegte Windpark-Projekte will der Konzern aktuell allerdings nicht anfassen. Man müsse die konkreten Entscheidungen in Berlin abwarten, erklärte der Finanzchef.

Seine Hoffnung setzt der Konzern auf mögliche Förderungen für nicht rentable Gas- und Kohlekraftwerke, die ebenfalls in Berlin diskutiert werden. Die EnBW hatte im Sommer bereits Anträge bei der Bundesnetzagentur gestellt, nicht wirtschaftliche Kraftwerksblöcke in Walheim und Marbach abzuschalten. Würde die Netzagentur diese ablehnen, müsste die EnBW die unrentablen Kraftwerke weiter betreiben.

Wie hoch mögliche Vergütungen ausfallen würden, sei nach der derzeitigen Gesetzeslage unklar, sagte Kusterer. „Wir brauchen klare Regelungen für die Zukunft“, forderte er.

Umsatz steigt, Gewinn bricht ein

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Quelle: Handelsblatt