Ad hoc-Mitteilungen

Post will Briefporto 2014 auf 60 Cent erhöhen

Erst vor Jahresfrist mussten sich Briefeschreiber an eine neue Zahl gewöhnen: 58 Cent kostet nach der ersten Erhöhung seit 15 Jahren ein Standardbrief. Zwölf Monate später soll es schon wieder teurer werden.

Die Deutsche Post (Deutsche Post Aktie) will nach Informationen des „Handelsblattes“ ihr Briefporto zum 1. Januar 2014 auf 60 Cent erhöhen. An diesem Freitag solle ein entsprechender Antrag bei der Bundesnetzagentur gestellt werden, berichtet das „Handelsblatt“ unter Berufung auf Kundenkreise. Auf Anfrage der Finanznachrichtenagentur dpa-AFX wollte sich ein Konzernsprecher dazu nicht äußern.

Erst zum Jahresbeginn 2013 hatte der Dax-Konzern das Briefporto um drei Cent auf 58 Cent erhöht. Die erste Briefpreiserhöhung nach 15 Jahren brachte dem Unternehmen nach eigenen Angaben rund 100 Millionen Euro Mehreinnahmen.

Im Briefbereich steht die Deutsche Post unter einem hohen Druck, weil E-Mail und Internet die klassische Briefzustellung zunehmend verdrängen. Preiserhöhungen kann der ehemalige Staatsmonopolist indes nur mit Genehmigung der Bundesnetzagentur durchsetzen. Preisänderungen bei Briefsendungen bis zu einem Gewicht von 1000 Gramm muss sich das Unternehmen stets vorab von der Behörde genehmigen lassen.

Im Oktober veröffentlichte Pläne der Bundesnetzagentur sehen vor, dass das Briefporto bei der Post in den nächsten fünf Jahren weniger stark steigen soll als die Inflationsrate. In die Berechnungen der Aufsichtsbehörde fließen dabei neben der Inflationsrate selbst auch die erwarteten Produktivitätsfortschritte bei der Post ein. Die den Briefmarkt beeinflussende Digitalisierung und der allgemeine Rückgang der Briefsendungen im Privatbereich schränkten den Spielraum der Post ein, weitere Produktivitätserhöhungen zu realisieren, hatte die Aufsichtsbehörde betont.

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