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Porsche-Baustelle für neuen Supersportwagen geht auf Zielgerade

Blick auf Lenkrad und Armaturen eines Porsche Sportwagens
Blick auf Lenkrad und Armaturen eines Porsche Sportwagens © Daniel Heilig / Pixabay © Daniel Heilig / Pixabay

STUTTGART (dpa-AFX) - Im Porsche-Stammwerk Stuttgart-Zuffenhausen nimmt das Bauprojekt für einen neuen Supersportwagen immer konkretere Formen an. In einer alten, im vergangenen Jahr renovierten Lackiererei werden seit einigen Tagen die Anlagen für den Porsche 918 Spyder eingebaut. Das sagte ein Porsche-Sprecher auf dpa-Anfrage. Der auf 918 Stück limitierte Bolide mit seinen "mehr als 795 PS" entsteht in Handarbeit. Startpreis: 768.026 Euro, also eine gute Dreiviertelmillion Euro.

Zum Vergleich: Der Porsche-Klassiker 911 startet bei rund 90.000 Euro - der Spyder ist also locker acht 911er wert. Bei Porsche ist der Über-Sportwagen ein Prestigeprojekt für die Marke und auch eine Ideenschmiede in der Praxis der Entwicklungsingenieure. So kann der Spyder beispielsweise mit zwei Elektro-Motoren gut 25 Kilometer ohne den Verbrennungsmotor abgasfrei fahren, etwa in der Innenstadt.

Alternative Antriebe sind bei den Schwaben seit längerem Thema - auch wegen Vorgaben zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes. Porsche-Chef Matthias Müller hatte der dpa kürzlich auf der Automesse in Detroit gesagt: "Wir stecken etwa ein Drittel unseres Entwicklungsaufwandes in alternative Antriebe - eine Menge Geld." Diesen Sommer startet Porsche seine Limousine Panamera als Hybrid, der den Verbrenner mit einem über die Steckdose aufladbaren Batterieantrieb kombiniert.

Der 918 Spyder hat seine E-Antriebe vorne und hinten. Verkaufsstart ist im Herbst. Der Wagen schafft den Sprint aus dem Stand auf Tempo 100 laut Porsche-Angaben in etwa drei Sekunden. Der Cayman am unteren Ende der Porsche-Modellpalette braucht da fast doppelt so lange. Allein schon die Höchstgeschwindigkeit im reinen Batteriebetrieb liegt bei Tempo 150. Der Rest ist noch top secret.

Ein Team aus rund 100 Mitarbeitern wird Porsche zufolge in der Manufaktur arbeiten. Dabei ist die Hilfe von Maschinen auf das Nötigste begrenzt, etwa als Unterstützung beim Einbau schwerer Teile. In der alten Lackiererei war Mitte März 2012 der letzte 911er lackiert worden - dann begann der Umbau des siebenstöckigen Gebäudes. Lackiert wird seither in einer moderneren Anlage in Zuffenhausen.

Da für den 918 Spyder diverse individuelle Extras möglich sind, dürfte der Verkaufspreis am Ende in den meisten Fällen über den rund 770.000 Euro liegen. Rechnet man mit 850.000 Euro, käme Porsche mit 918 verkauften Spyder auf runde 800 Millionen Euro Umsatz. Wie Porsche den ersten 918 Spyder der Öffentlichkeit vorstellen wird, ist noch unklar.

Der Club der Reichen, der sich einen 918 Spyder theoretisch wohl leisten könnte, ist überschaubar. Nach dem jüngsten Wohlstandsbericht des Beratungsunternehmens Capgemini und der Royal Bank of Canada hat der exklusive Millionärszirkel inzwischen weltweit rund 11 Millionen "Mitglieder" - gut die Hälfte von ihnen lebt in den USA, Japan und Deutschland. Jeder in dem Club hat mehr als eine Million US-Dollar flüssig (rund 750.000 Euro). Immobilien, Schmuck, Kunstgegenstände oder auch Luxusautos sind in dieser Millionärs-Statistik außen vor./loh/DP/edh

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Quelle: dpa-AFX