Platinpreis im freien Fall

London (Godmode-Trader.de) - Der Platin-Markt hat mit Enttäuschung auf die jüngsten Daten des World Platinum Investment Council (WPIC) reagiert. Der Preis für das Metall ist in den vergangenen Tagen ohnehin schon stark gefallen - auf Wochensicht ergibt sich Stand Freitagmittag ein Minus von 6,4 Prozent. Die jüngsten Prognosen des WPIC geben den Bullen einen schweren Stand. Von gestern auf heute verlor die Notiz nochmals beschleunigt an Wert (akt. 813 Dollar/Unze). Im Zuge dessen hat sich die Preisdifferenz zwischen Palladium und Platin auf über 700 USD-Dollar je Feinunze ausgeweitet - so hoch wie nie zuvor. Denn das Brudermetall erfreut sich weiter hoher Beliebtheit und wird aktuell nur unweit seines jüngst erklommenen Allzeithoch bei rund 1.530 Dollar (Unze) gehandelt.

Denn die Organisation erwartet in diesem Jahr das dritte Jahr in Folge einen hohen Angebotsüberschuss am globalen Platinmarkt. Dieses schätzt der WPIC auf 680.000 Unzen. Der Überschuss für 2018 wurde zugleich auf 645.000 Unzen nach oben revidiert. Zwar soll die Nachfrage in diesem Jahr um 5 Prozent auf 7,74 Mio. Unzen zulegen. Dies werde aber von einem steigenden Angebot überkompensiert.

Die Nachfrage nach Platin aus der Autoindustrie soll in diesem Jahr erneut sinken, nur nicht mehr so schnell wie in den Jahren zuvor. Der WPIC sieht zudem die Möglichkeit, dass wegen des hohen Palladiumpreises zukünftig mehr Platin in Benzin-Motoren eingesetzt wird. Die Schmucknachfrage soll dagegen sinken.

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