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Patientenschützer fordern Ahndung von Verstößen gegen Corona-Regeln

Ein Arzt nutzt ein Tablet (Symbolbild).
Ein Arzt nutzt ein Tablet (Symbolbild). © nito100 / iStock / Getty Images Plus / Getty Images © nito100 / iStock / Getty Images Plus / Getty Images www.gettyimages.de

BERLIN (dpa-AFX) - Patientenschützer halten nichts von Forderungen nach härteren Strafen bei Verstößen gegen die Corona-Regeln. Eine Mehrheit der Menschen achte die Hygiene- und Abstandsregeln, eine Minderheit ignoriere alle Maßnahmen, sagte der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. Wer jetzt nach härteren Strafen bei Verstößen rufe, der habe zunächst dafür zu sorgen, dass die geltenden Regelverletzungen geahndet werden. Jedoch schauten kommunale Ordnungsämter, Landes- und Bundespolizei weg, damit die Lagen nicht eskalierten. "So entstehen rechtsfreie Räume und die Ausbreitung des Virus nimmt an Fahrt auf. Für die Hochrisikogruppe ist das brandgefährlich", warnte Brysch.

Angesichts der wieder stärker steigenden Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus hatte Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) in einem dpa-Interview erklärt: "Wer andere absichtlich gefährdet, muss damit rechnen, dass dies für ihn gravierende Folgen hat." Altmaier warnte: "Wir dürfen den gerade beginnenden Aufschwung nicht dadurch gefährden, dass wir einen erneuten Anstieg der Infektionen hinnehmen." In Berlin demonstrierten am Samstag nach Polizeiangaben vom Nachmittag rund 15 000 Menschen gegen Corona-Auflagen./shy/DP/zb

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Quelle: dpa-AFX