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Ölpreise weiten Verluste aus

London/ Frankfurt (Godmode-Trader.de) - Die Ölpreise sind am Dienstag deutlich gefallen. Im Mittagshandel haben die Notierungen die Verluste aus dem frühen Handel ein Stück weit ausgeweitet. Brent kostete zuletzt 61,67 US-Dollar. Das waren rund 1,8 Prozent weniger als am Vortag.

Nach Einschätzung von Marktbeobachtern lassen die Investoren am Dienstag die Finger von Risikoanlagen, auch von Rohöl. Michael Poulsen, Analyst beim Industriesachversicherer Global Risk Management, sieht auch in den jüngsten Wachstumsdaten aus China eine Ursache für den Rückgang der Ölpreise. In der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt hatte sich das Wachstum im vergangenen Jahr abgeschwächt. Der IWF senkte gestern zudem seine Prognose für das Wachstum der Weltwirtschaft in diesem Jahr. Eine weniger dynamische Wirtschaft könnte sich negativ auf die Nachfrage nach Rohöl auf dem Weltmarkt auswirken.

Die Internationale Energieagentur hatte ihre Prognose für die globale Ölnachfrage trotz der sich eintrübenden Konjunkturaussichten am letzten Freitag bestätigt, wie die Analysten der Commerzbank berichten. Die IEA erwartet für 2019 demnach weiterhin einen Nachfrageanstieg um 1,4 Mio. Barrel pro Tag und begründete dies mit dem positiven Effekt der niedrigeren Ölpreise auf die Nachfrage.

Mittelfristig könnte der Ölpreis ohnehin wieder steigen. Ein Grund ist die ab Januar geltende Förderkürzung der OPEC- und einiger Nicht-OPEC-Staaten. Ein weiterer: im Februar läuft die Ausnahmeregel aus, wonach die USA einigen Staaten trotz der seit November geltenden strikten Sanktionen erlauben, weiterhin Öl aus Iran zu importieren. Falls diese Regelung nicht nochmals verlängert wird, fließt somit deutlich weniger Öl auf den Weltmarkt.

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