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Ölpreise sinken weiter - Corona-Entwicklung in den USA belastet

Offshore-Plattform (Symbolbild).
Offshore-Plattform (Symbolbild). © curraheeshutter / iStock / Getty Images Plus / Getty Images © curraheeshutter / iStock / Getty Images Plus / Getty Images

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind am Freitag gesunken und haben damit an die Verluste vom Vortag angeknüpft. Marktbeobachter erklärten die fallenden Ölpreise mit der Sorge vor einer Zuspitzung der Corona-Krise in den USA. Bis zum Mittag haben die Notierungen die Verluste aus dem frühen Handel ausgeweitet. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete zuletzt 41,41 US-Dollar. Das waren 94 Cent weniger als am Donnerstag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 1,03 Dollar (Dollarkurs) auf 38,59 Dollar.

An den Finanzmärkten sorgte die Entwicklung der Corona-Krise in den USA für eine nervöse Stimmung. Zuletzt hatte die Zahl der Corona-Neuinfektionen in der größten Volkswirtschaft der Welt wieder einen neuen Höchststand erreicht. Binnen 24 Stunden gab es rund 63 200 neue Fälle, wie aus Zahlen der Johns-Hopkins-Universität am Freitagmorgen hervorgeht.

In dem aktuellen Monatsbericht der Internationale Energieagentur (IEA) warnte der Interessenverband vor hohen Risiken für die weitere Entwicklung der Ölnachfrage. Die IEA geht zwar von einer starken Erholung nach dem Einbruch in der Corona-Krise aus, allerdings werfe die hohe Zahl von Neuinfektionen in den USA "einen Schatten auf die Prognose", hieß es im Monatsbericht der Organisation.

"Lange haben sich die Ölpreise immun gegenüber der Gefahren erneuter Lockdowns und Mobilitätseinschränkungen wegen Covid-19 gezeigt", kommentierte Rohstoffexperte Eugen Weinberg von der Commerzbank (Commerzbank Aktie) die Lage am Ölmarkt. Doch angesichts der rekordhohen Neuansteckungen in den USA hätten die Ölpreise ihre zuletzt sehr engen Handelsspannen nach unten verlassen./jkr/jsl/jha/

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Quelle: dpa-AFX