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Ölpreise legen nach anfänglichen Verlusten zu

Eine Bohrinsel im Meer (Symbolbild)
Eine Bohrinsel im Meer (Symbolbild) © nielubieklonu / iStock / Getty Images Plus / Getty Images © nielubieklonu / iStock / Getty Images Plus / Getty Images

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Freitag nach anfänglichen Verlusten in die Gewinnzone gedreht. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete zuletzt 42,90 US-Dollar. Das waren 66 Cent mehr als am Donnerstag. Am Vormittag war der Brent-Preis noch bis auf 41,32 Dollar (Dollarkurs) gefallen. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 56 Cent auf 40,18 Dollar.

Die Ölpreise machten damit einem Teil ihrer Vortagesverluste wett. Die etwas freundlichere Stimmung an den Aktienmärkten stützte auch die Ölpreise. Am Rohölmarkt sorgt die Corona-Krise in den USA aber weiterhin für Verunsicherung. Zuletzt hatte die Zahl der Corona-Neuinfektionen in der größten Volkswirtschaft der Welt wieder einen neuen Höchststand erreicht. Binnen 24 Stunden gab es rund 63 200 neue Fälle, wie aus Zahlen der Johns-Hopkins-Universität am Freitagmorgen hervorgeht.

In dem aktuellen Monatsbericht der Internationale Energieagentur (IEA) warnte der Interessenverband vor hohen Risiken für die weitere Entwicklung der Ölnachfrage. Die IEA geht zwar von einer starken Erholung nach dem Einbruch in der Corona-Krise aus, allerdings werfe die hohe Zahl von Neuinfektionen in den USA "einen Schatten auf die Prognose", heißt es im Monatsbericht der Organisation.

"Lange haben sich die Ölpreise immun gegenüber der Gefahren erneuter Lockdowns und Mobilitätseinschränkungen wegen Covid-19 gezeigt", kommentierte Rohstoffexperte Eugen Weinberg von der Commerzbank (Commerzbank Aktie) die Lage am Ölmarkt. Doch angesichts der rekordhohen Neuansteckungen in den USA hätten die Ölpreise ihre zuletzt sehr engen Handelsspannen nach unten verlassen./jsl/stk

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Quelle: dpa-AFX