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Ölpreise gefallen - Ölfeld in Libyen wieder geöffnet

Offshore-Plattform (Symbolbild).
Offshore-Plattform (Symbolbild). © curraheeshutter / iStock / Getty Images Plus / Getty Images © curraheeshutter / iStock / Getty Images Plus / Getty Images

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind am Donnerstag am Nachmittag unter Druck geraten. Hierfür sorgte vor allem die Wiederinbetriebnahme eines großen Ölfeldes in Libyen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete zuletzt 42,34 US-Dollar. Das waren 95 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 1,25 Dollar (Dollarkurs) auf 39,65 Dollar.

Das Ölfeld in Messla und eine Raffinerie wurden wieder geöffnet, nachdem sie zuvor wegen technischen Problemen geschlossen worden waren. Das Bürgerkriegsland Libyen hat die größten bekannten Erdölvorkommen Afrikas. Die zusätzliche Fördermenge trifft bereits auf einen Markt mit einer immer noch niedrigen Nachfrage nach Rohöl. Dies dämpft tendenziell die Preise.

Insgesamt hielten sich die Ölpreisveränderungen zuletzt aber in engen Grenzen. Nach Einschätzung des Rohstoffexperten Eugen Weinberg von der Commerzbank (Commerzbank Aktie) bewegen sich die Ölpreise kaum, weil sich die wesentlichen Faktoren für die Preisbildung derzeit ausgleichen. Auf der einen Seite spricht die hohe Förderdisziplin der in der OPEC+ zusammengefassten Ölstaaten für ein Angebotsdefizit, das in der Regel für Preisauftrieb sorgt. Auf der anderen Seite sind Anleger aber auch besorgt über die hohe Zahl von Corona-Neuinfektionen in den USA und fürchten einen erneuten Einbruch der Nachfrage./jsl/stk

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Quelle: dpa-AFX