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Ölpreise geben weiter nach

Eine Bohrinsel im Meer (Symbolbild)
Eine Bohrinsel im Meer (Symbolbild) © nielubieklonu / iStock / Getty Images Plus / Getty Images © nielubieklonu / iStock / Getty Images Plus / Getty Images

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Freitag im Mittagshandel weiter nachgegeben. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete zuletzt 42,46 US-Dollar und damit 70 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) sank um 62 Cent auf 40,34 Dollar (Dollarkurs).

Marktbeobachter machten den infolge der gestiegenen Unsicherheit an den Finanzmärkten stärkeren US-Dollar für die schwächeren Ölpreise verantwortlich. Da Öl (Rohöl) international in Dollar gehandelt wird, steigen die Importkosten außerhalb des Dollar-Raums mit dem Wechselkurs. Das dämpft die Nachfrage.

Infolge der gestiegenen Zahl an Corona-Infektionen in Europa und der stockenden Verhandlungen über ein neues US-Konjunkturpaket war die Stimmung an den Börsen zuletzt schlechter. Der Dollar als Weltreservewährung profitierte hiervon.

Am Vortag hatten Lagerdaten die Ölpreise zeitweise gestützt: In den USA sind die Rohöllagerbestände laut Daten des Energieministeriums in der vergangenen Woche überraschend deutlich gefallen.

Diesem Rückgang standen laut Commerzbank-Rohstoffexperte Carsten Fritsch jedoch erneut steigende Lagerbestände am US-Umschlagplatz für Rohöl in Cushing gegenüber. "Diese liegen nicht mehr weit von den Höchstständen Ende April/Anfang Mai entfernt, als es Sorgen über ein Volllaufen der dortigen Öltanks gab. Setzt sich der Lageraufbau in Cushing fort, könnten diese Sorgen wieder aufkommen und den WTI-Preis unter Druck setzen", erklärte Fritsch./ssc/jsl/jha/

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Quelle: dpa-AFX