Ölpreise bauen Verluste aus - Konjunkturflaute belastet

Eine Bohrinsel im Meer (Symbolbild)
Eine Bohrinsel im Meer (Symbolbild) © nielubieklonu / iStock / Getty Images Plus / Getty Images © nielubieklonu / iStock / Getty Images Plus / Getty Images

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind am Dienstag deutlich gesunken. Im Vormittagshandel haben die Notierungen die Verluste aus dem frühen Handel ein Stück weit ausgeweitet. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete gegen Mittag 61,41 US-Dollar. Das waren 1,33 Dollar (Dollarkurs) weniger als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 99 Cent auf 52,81 Dollar.

Nach Einschätzung von Marktbeobachtern machten Anleger an den Finanzmärkten generell einen Bogen um vergleichsweise riskante Anlagen, zu denen auch Rohöl zählt. Nach einer pessimistischen Einschätzung zur weiteren Entwicklung der Weltwirtschaft durch den Internationalen Währungsfonds waren eher sichere Anlagehäfen gefragt, wie der japanische Yen oder US-amerikanische Staatsanleihen.

Michael Poulsen, Analyst beim Industriesachversicherer Global Risk Management, sah auch in den jüngsten Wachstumsdaten aus China eine Ursache für den Rückgang der Ölpreise. In der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt hatte sich das Wachstum im vergangenen Jahr abgeschwächt. Mit einem Abflauen der Konjunktur in führenden Volkswirtschaften dürfte auch die Nachfrage nach Rohöl auf dem Weltmarkt sinken./jkr/bgf/jha/

Quelle: dpa-AFX