Ad hoc-Mitteilungen

Netzwerkausrüster Ericsson punktet im 5G-Geschäft - 100. Vertrag

Angeschlossene Netzkabel (Symbolbild).
Angeschlossene Netzkabel (Symbolbild). © kynny/ iStock / Getty Images Plus/ Getty Images © kynny/ iStock / Getty Images Plus/ Getty Images www.gettyimages.de

STOCKHOLM (dpa-AFX) - Der schwedische Netzwerkausrüster Ericsson bringt sich immer stärker hinter dem umstrittenen 5G-Weltmarktführer Huawei in Position. Mit dem Abschluss des 100. kommerziellen 5G-Vertrages mit einem Mobilfunknetzbetreiber habe man einen bedeutenden Meilenstein erreicht, sagte Ericsson-Chef Börje Ekholm am Mittwoch in Stockholm.

Ericsson versucht seit Monaten den Beweis anzutreten, dass man mit Huawei mithalten kann. Das 100. kommerzielle Abkommen wurde mit Telekom Slovenije abgeschlossen. Ericsson konnte selbst auf dem chinesischen Markt punkten. Die Annahme strategisch wichtiger 5G-Aufträge in China hatte allerdings zuletzt die Marge belastet, da die Schweden ihren Kunden höhere Rabatte eingeräumt hatten, weil der Wettbewerb besonders hart war oder sich der Konzern lukrative Folgeaufträge verspricht.

Auf dem technisch komplizierten Markt für den neuen Mobilfunkstandard 5G, der Milliarden-Investitionen in Forschung und Entwicklung erfordert, sind weltweit nur vergleichsweise wenige Anbieter unterwegs. Neben den chinesischen Konzernen Huawei und ZTE sind das vor allem Ericsson und Nokia (Nokia Aktie) aus Skandinavien sowie Samsung aus Südkorea. US-Anbieter wie Cisco und Aruba Networks (Hewlett Packard Enterprise) spielen nur in Randbereichen eine Rolle.

Gegen die Anbieter aus China gibt es vor allem von der US-Regierung politische Vorbehalte. Die Regierung von Präsident Donald Trump unterstellt vor allem Huawei eine unangemessene Nähe zu chinesischen Regierung und hat Sicherheitsbedenken ins Feld geführt. Auf Druck der USA hat sich auch Großbritannien dafür entschieden, auf 5G-Ausrüstung von Huawei zu verzichten, obwohl dies hohe Mehrkosten beim Ausbau des 5G-Netzes nach sich zieht. 5G schafft Grundlagen unter anderem für die Vernetzung von Maschinen in der Industrie und von intelligenten Geräten sowie für die Digitalisierung in vielen Lebensbereichen./chd/DP/stk

Der ARIVA.DE Newsletter
Bleiben Sie informiert mit dem wöchentlichen Marktüberblick.
Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.
Quelle: dpa-AFX