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Metro und Ceconomy: Wachstum dank Aufspaltung?

Metro und Ceconomy profitieren offenbar von der Aufspaltung der „alten“ Metro Group. Die Zeichen stehen bei beiden Unternehmen auf Wachstum.
Ceconomy umfasst die Ketten Media Markt und Saturn.
Ceconomy umfasst die Ketten Media Markt und Saturn. - © istock.com / UygarGeographic

Die im Juli erfolgte Aufspaltung des Handelsriesen Metro in die "neue" Metro und Ceconomy tut den Unternehmen scheinbar gut. Beide Konzernteile veröffentlichten am Donnerstag in Düsseldorf ihre Quartalsbilanzen. Der Lebensmittelhändler Metro steigerte seinen Umsatz im dritten Geschäftsquartal dank Zukäufen und Zuwächsen im Großhandel, während der aus der Aufspaltung hervorgegangene Elektronikhändler Ceconomy von einem guten Onlinegeschäft profitierte. Die Aktien beider Unternehmen reagierten im frühen Handel am Donnerstag zunächst noch positiv auf die Geschäftsberichte. Die Metro-Aktie gab dann allerdings nach.

Wachstumskurs bei Metro

Bei Metro legte der Gesamtumsatz begünstigt durch einen stärkeren russischen Rubel und die Übernahme des französischen Food Service-Spezialisten Pro à Pro um 4,9 Prozent auf 9,3 Milliarden Euro zu. Der operative Gewinn ging allerdings um vier Prozent auf 230 Millionen Euro zurück. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 239 Millionen Euro. Grund für den Rückgang seien unter anderem niedrigere Erträge aus Immobiliengeschäften. Die Nettoverschuldung betrug zum Quartalsende insgesamt 3,8 Milliarden Euro und damit etwas mehr als im Vorjahreszeitraum mit 3,6 Milliarden Euro. „Der nachhaltige Umsatztrend zeigt: Wir sind weltweit für unsere Kunden, von denen ein großer Anteil Gastronomen sind, relevanter geworden. Insbesondere im Belieferungsgeschäft verzeichnen wir sehr hohe Umsatzzuwächse", sagt Olaf Koch, Vorstandsvorsitzender von Metro. Für das restliche Geschäftsjahr bestehe nach Angaben des Unternehmens keine Prognose, da die Spaltung und Börsenzulassung erst Mitte Juli 2017 erfolgt sei. An den mittelfristigen Zielsetzungen halte Metro allerdings fest und gehe weiterhin von mindestens drei Prozent Umsatzwachstum aus. Seit dem 13. Juli werden sämtliche Aktien des Lebensmittelhändlers an der Frankfurter Wertpapierbörse sowie an der Börse in Luxemburg gehandelt.

Online-Handel treibt Ceconomy-Umsatz

Der Umsatz des Elektronikhändlers Ceconomy stieg im dritten Quartal verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 1,1 Prozent auf 4,7 Milliarden Euro an. Im Vorjahr betrug der Umsatz noch 4,69 Milliarden Euro. Zu dem Umsatzanstieg trug maßgeblich das kräftige Umsatzwachstum im Online-Handel bei. Der operative Verlust habe sich von 83 auf 61 Millionen Euro verringert und dank der guten Onlineumsätze und der Erhöhung der Bruttomarge um 0,7 Prozentpunkte habe Ceconomy im dritten Quartal auch seine Profitabilität verbessert, teilte das Unternehmen mit. In Deutschland wuchs der Umsatz um 1,3 Prozent auf 2,25 Milliarden Euro an. Vor allem Haushaltsgeräte und Mobilfunkverkäufe trieben hier das Geschäft, dazu kamen aber auch höhere Erlöse im Bereich der TV-Receiver wegen der Umstellung von analogem auf digitales Fernsehen. Der russische und der italienische Markt schwächelten dagegen auch weiterhin. „Multichannel zeigt sich immer mehr als das Erfolgsmodell der Zukunft und wir sind in diesem Bereich sehr gut aufgestellt. Wir bestätigen damit unsere Position als größte und führende Consumer-Electronics-Plattform in Europa. Zudem fokussieren wir uns auf online und Service. Unsere Ziele sind profitables Wachstum und operative Exzellenz“, sagte Ceconomy-Chef Pieter Haas. Für das gesamte Geschäftsjahr erwarte Ceconomy ein leichtes Wachstum des Gesamtumsatzes und rechne beim Gewinn vor Zinsen und Steuern mit einem leichten Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Zudem seien Investitionen zwischen 300 und 350 Millionen Euro geplant.

Börse: Metro im Minus, Ceconomy im Plus

Die frühere Metro Group hatte sich im Sommer in zwei unabhängige Unternehmen aufgespalten. Der Lebensmittelhandel trägt weiterhin den Namen Metro und die Unterhaltungselektronik ging in einer eigenen Gesellschaft namens Cecenomy auf. Diese umfasst im Kern die Elektronikketten Media Markt und Saturn.

Die Geschäftszahlen der beiden Unternehmen kamen im frühen Handel am Donnerstag an der Börse zunächst gut an. Die Aktie von Metro gab allerdings im Laufe des Vormittags nach und lag zuletzt mit 1,58 Prozent deutlich im Minus bei 16,50 Euro je Aktie. Im September muss sie sich erst wieder für eine Aufnahme in den MDax qualifizieren, wobei diese jedoch als als sehr wahrscheinlich gilt. Die bereits im MDax notierte Aktie von Ceconomy legte dagegen zu und notierte zuletzt mit 1,96 Prozent im Plus bei 9,095 Euro je Aktie.

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