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Merck-Aktie nach neuer US-Zulassung im Aufwind

Merck hat die US-Zulassung für ein neues Medikament erhalten. Die Aktie des Konzerns schießt infolge der Nachricht mit einem Kursplus von rund drei Prozent an die DAX-Spitze.
Das neue Medikament dient zur Behandlung eines seltenen Hautkrebstyps.
Das neue Medikament dient zur Behandlung eines seltenen Hautkrebstyps. - © istock.com / luchschen

Der Darmstädter Chemie- und Pharmakonzern Merck hat am Donnerstag die US-Zulassung für das Medikament Avelumab erhalten. Das gab die amerikanische Gesundheitsbehörde FDA gestern bekannt. Der Einsatz des neuen Mittels wurde laut einem dpa-Bericht damit früher als erwartet genehmigt.

Erstes Mittel für die Behandlung von Merkelzellkarzinomen

Analysten erwarten von der Markteinführung des Hautkrebs-Medikaments hohe Umsätze für Merck: Commerzbank-Analyst Daniel Wendorff prognostiziert in einer heute veröffentlichten Studie dpa-AFX zufolge einen maximalen Jahresumsatz von bis zu 270 Millionen Euro mit dem Medikament. Das Medikament Avelumab ist laut FDA-Angaben das erste Mittel, das für die Behandlung von Merkelzellkarzinomen zugelassen ist. Dabei handelt es sich um einen seltenen und aggressiven Hautkrebstyp. Merck hatte Avelumab gemeinsam mit dem US-Pharmariesen Pfizer entwickelt.

Aktie setzt sich an die DAX-Spitze

Die Merck-Aktie profitiert am heutigen Handelstag von der Nachricht über die Zulassung und steht mit einem Plus von rund drei Prozent derzeit an der Spitze des DAX. Die heute veröffentlichten Analysen des Papiers schätzen die weitere Kursentwicklung unterschiedlich ein. Die britische Investmentbank HSBC beließ nach dpa-Angaben das Kursziel der Merck-Aktie bei 95 Euro – zur Stunde werden Merck-Titel knapp über der 105-Euro-Marke gehandelt. Ebenfalls heute veröffentlichte Studien der Commerzbank und des US-Analysehauses Bernstein sehen das Kursziel der Aktie derzeit bei 109 Euro. Bernstein-Analyst Tim Anderson verwies in seiner Studie dpa-AFX zufolge auf die Gefahr von Infusionsreaktionen, die der neue Wirkstoff aufweise. Mitbewerbern, zitiert dpa-AFX aus Andersons Studie, könnte dieses Risiko „Munition im Konkurrenzkampf liefern.“

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