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Mehr Optimismus bei SAP: Der Softwarekonzern hebt seine Prognose an

Das Geschäft mit der Cloud zahlt sich für SAP aus. Der Softwarekonzern blickt deshalb optimistischer auf das Gesamtjahr und hebt seine Prognose an. Für die Aktie bedeutet das ein ordentliches Kursplus.
Der SAP-Hauptsitz in Walldorf, Gästehaus
Der SAP-Hauptsitz in Walldorf, Gästehaus "Kalipeh". - © SAP AG / Stephan Daub

SAP korrigiert für das Gesamtjahr seine Prognose für Umsatz und Ergebnis trotz durchwachsener Quartalszahlen nach oben. Dies teilte der Softwarekonzern aus Walldorf am Freitag mit. Grund für den optimistischeren Blick in die Zukunft sind insbesondere gestiegene Erlöse aus dem Cloud- und Software-Geschäft. Anleger reagierten am Freitag erfreut auf die neue Prognose.

Das Cloud-Geschäft wächst schnell

Vor allem das schnell wachsende Cloud-Geschäft kommt SAP zugute, wie aus den Quartalszahlen hervorgeht: Die Cloud- und Softwareerlöse stiegen um acht Prozent auf 5,4 Milliarden Euro und das Geschäft mit der Cloud konnte im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 28 Prozent auf 769 Millionen Euro zulegen. Inzwischen mache der Geschäftszweig ein Fünftel der Erlöse von SAP aus. Das bereinigte operative Ergebnis stieg allerdings nur um einen Prozentpunkt auf 1,64 Milliarden Euro an und die operative Marge verzeichnete einen kräftigen Rückgang um 30,5 Prozent. Nach Steuern verdiente SAP 725 Millionen Euro und damit 20 Prozent weniger als im Vorjahr. Das Unternehmen begründet dies insbesondere mit höheren Aufwendungen für anteilsbasierte Vergütungsprogramme für Mitarbeiter, da der Kurs der SAP-Aktie im dritten Quartal besonders stark gestiegen sei. SAP baut außerdem weiter seine Belegschaft aus und beschäftigt derzeit 82.426 Mitarbeiter. Das sind 7.000 mehr als noch ein Jahr zuvor.

Prognose nach oben korrigiert

Für das Gesamtjahr hebt der Softwarekonzern nun seine Prognose an und rechnet mit einem Anstieg der Erlöse aus dem Cloud- und Software-Geschäft zwischen 6,5 und 8,5 Prozent, also ein halber Prozentpunkt mehr als bis dato erwartet wurde. Das Betriebsergebnis solle für das Gesamtjahr in einer Größenordnung zwischen 6,5 Milliarden und 6,7 Milliarden Euro liegen. Für seine internen Ziele lässt SAP Wechselkurseffekte und Sonderkosten unberücksichtigt. „Im dritten Quartal konnten wir eine anhaltend hohe Wachstumsdynamik und sehr gute Ergebnisse verzeichnen“, kommentierte SAP-Finanzvorstand Luka Mucic die Quartalszahlen. „Diese gute Entwicklung und eine gut gefüllte Auftragspipeline bestätigen uns in der Überzeugung, dass wir das Jahr wieder mit einem starken vierten Quartal abschließen werden.“, so Mucic weiter.

SAP an Dax-Spitze

Der etwas optimistischere Ausblick für das Gesamtjahr beflügelt den Kurs der SAP-Aktie deutlich. Analysten von Citigroup, UBS, Baader Bank und Commerzbank heben die nach oben korrigierte Prognose für das Gesamtjahr 2016 hervor und belassen ihre Empfehlungen für die Aktie nach Veröffentlichung der Quartalszahlen auf „Kaufen“. Die Aktie verzeichnet zur Stunde ein deutliches Plus von 2,74 Prozent und ist der Spitzenreiter im Dax.

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