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Ölpreise steigen weiter und erreichen Mehrjahreshoch

Offshore-Plattform (Symbolbild).
Offshore-Plattform (Symbolbild). © curraheeshutter / iStock / Getty Images Plus / Getty Images © curraheeshutter / iStock / Getty Images Plus / Getty Images

SINGAPUR (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Donnerstag wegen einer weiter anziehenden Nachfrage erneut zugelegt und sind auf den höchsten Stand seit mehreren Jahren gestiegen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent legte bis zu 64 Cent zu auf 71,99 Dollar (Dollarkurs) und damit auf den höchsten Stand seit Mai 2019. Im Corona-Crash im Frühjahr 2020 war der Brent-Preis bis auf 15,98 Dollar gesackt. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) kletterte am Donnerstag um bis zu 57 Cent auf 69,40 Dollar. Teurer war diese Sorte zuletzt im Oktober 2018.

Die Ölpreise befinden sich seit einiger Zeit im Höhenflug, da die Nachfrage infolge der Wirtschaftserholung wieder anzieht. Jüngster Beleg dafür waren Händlern zufolge fallende Lagerbestände in den Vereinigten Staaten. Zudem gab es zuletzt Unterstützung durch die zuversichtlichere Einschätzung des Ölverbunds Opec+. Dennoch bleiben die Rohölproduzenten vorsichtig mit Blick auf ihre mittelfristige Ausrichtung.

Zwar bestätigte der Verbund während eines Treffens am Dienstag eine geplante Produktionssteigerung ab Juli. Für den weiteren Jahresverlauf wurde jedoch kein Kurs bekanntgegeben. Nach Einschätzung des Rohstoffexperten Eugen Weinberg von der Commerzbank (Commerzbank Aktie) hat die Opec+ mit der schrittweisen Ausweitung der Fördermenge seit Mai etwa 2,1 Millionen Barrel pro Tag mehr Rohöl zu Tage gefördert.

"Der Markt dürfte diese Menge problemlos absorbieren", sagte Weinberg. Da beim Treffen der Opec+ nicht über die Fördermenge nach Juli gesprochen wurde, dürfte dieses Thema auf der nächsten Sitzung in einem Monat diskutiert werden. Darüber hinaus haben die Anleger am Ölmarkt weiter die Verhandlungen über das iranische Atomprogramm im Blick. Nur im Falle einer Einigung kann das Opec-Land Iran auf weniger Sanktionen und mehr Ölausfuhren hoffen./zb/jha/

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Quelle: dpa-AFX