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Libor-Skandal: Barclays-Chef verzichtet auf Bonus

Die Hauptzentrale der Barclays Bank in London.
Die Hauptzentrale der Barclays Bank in London. © Oli Scarff / Staff / Getty Images News / Getty Images © Oli Scarff / Staff / Getty Images News / Getty Images www.gettyimages.de

LONDON (dpa-AFX) - Barclays-Chef Antony Jenkins verzichtet wegen des Libor-Skandals auf seinen Bonus. "Angesichts des schweren Jahres für die Bank habe ich mich dazu entschlossen, auf Sonderzahlungen zu verzichten", sagte er am Freitag in London. Jenkins hatte Ende August die Leitung der Bank übernommen, nachdem sein Vorgänger Bob Diamond über die Manipulation des Referenzzinses Libor gestolpert ist. Vor seinem Wechsel an die Spitze war Jenkins für das Filialgeschäft verantwortlich.

Barclays hatte im Sommer 2012 als erste Bank weltweit, 290 Millionen Pfund für die Beteiligung an der Libor-Manipulation bezahlt und damit weltweit eine Welle von Ermittlungen ausgelöst. Die bisher höchste Zahlung in Sachen Libor leistete im Dezember die Schweizer UBS, die 1,4 Milliarden Franken auf den Tisch legte, um die Ermittlungen aus der Welt zu schaffen.

In Deutschland wird das Verhalten der Deutschen Bank überprüft. Die größte deutsche Bank (Deutsche Bank Aktie) gehört auch zu den Instituten, die an der Libor-Festsetzung beteiligt waren. Sie hat eingeräumt, dass Händler in eine mögliche Manipulation verwickelt sein könnten - allerdings hätten diese ohne Wissen des Vorstands gehandelt. Mit ersten Ergebnissen der Ermittlungen durch die Aufsichtsbehörde Bafin wird bis Ende März gerechnet./zb/stk

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Quelle: dpa-AFX