Leichtgewicht an der Schweizer Börse – Klingelnberg-Chef will auf die nächste Stufe

Der Schweizer Maschinenbauer Klingelnberg will mit einem Börsengang 20 Millionen Euro einsammeln. Die Familie behält aber die Kontrolle.

Wie groß die Ambitionen von Klingelnberg ausfallen, lässt schon der Werbeslogan ahnen: „We make the world turn“ – wir sorgen dafür, dass sich die Welt dreht, wirbt das deutsch-schweizerische Familienunternehmen mit seinen rund 1 300 Mitarbeitern. Vorstandschef Jan Klingelnberg führt die Firma in siebter Generation. Jetzt will er das große Rad drehen und den Mittelständler an die Börse bringen. „Wir wollen das Unternehmen auf die nächste Stufe heben“, sagt der Vorstandschef selbstbewusst.

Klingelnberg produziert Maschinen für die Herstellung von Kegelrädern, die etwa bei Autoherstellern wie Volkswagen (VW Aktie) oder dem Baumaschinenkonzern Caterpillar (Caterpillar Aktie) zum Einsatz kommen. Die Firma bezeichnet sich als ein führendes Unternehmen der Verzahnungsindustrie. Klingelnberg liefert aber nicht nur die Maschinen, sondern auch die passende Software für die Industrie 4.0.

In den kommenden Monaten will das Unternehmen mit einem Börsengang in der Schweiz rund 20 Millionen Euro einsammeln. An der Börse wäre Klingelnberg damit ein Leichtgewicht. So lag der Umsatz im vergangenen Jahr bei 257 Millionen Euro, der um Zinsen und Steuern bereinigte Betriebsgewinn bei 22 Millionen Euro.

Und doch will Jan Klingelnberg an der Börse mitmischen. Wenn der 46-Jährige von Kegelrädern und Stirnrädern erzählt, schwingt echte Begeisterung mit. Bevor er im Jahr 2004 die Führung der Familienfirma übernahm, musste er sich bei externen Adressen wie dem Anlagenbauer SMS Demag und dem Industrietechnikkonzern ZF beweisen – so verlangte es sein Vater Diether.

Den nannte das Handelsblatt nach der Jahrtausendwende den „John Wayne des Maschinenbaus“, weil er als Präsident des Branchenverbands VDMA regelmäßig auf die Regierung schimpfte. Mit Gerhard Schröder, damals Bundeskanzler, spielte er auch mal Skat und trank Rotwein.

Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.

Quelle: Handelsblatt