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KORREKTUR/GESAMT-ROUNDUP: Handel rechnet mit keinem großen Weihnachtsschub

Eine Filiale von Saturn in Berlin. Saturn ist eine Elektronikkette und gehört zu Ceconomy.
Eine Filiale von Saturn in Berlin. Saturn ist eine Elektronikkette und gehört zu Ceconomy. © MichaelJay / iStock Editorial / Getty Images Plus / Getty Images © MichaelJay / iStock Editorial / Getty Images Plus / Getty Images www.gettyimages.de

(Im vorletzten Absatz, zweiter Satz wurde berichtigt: Der Umsatz dürfte 2013 um rund drei Prozent auf knapp 2,8 Milliarden Euro steigen)

BERLIN (dpa-AFX) - Die deutschen Einzelhändler rechnen für das Weihnachtsgeschäft mit keinem großen Sprung. Der Umsatz dürfte nach Prognose des Handelsverbands Deutschland (HDE) um 1,2 Prozent auf 80,6 Milliarden Euro steigen. "Der große Schub zum Jahresende wird wohl ausbleiben, das moderate Wachstum setzt sich fort", sagte HDE-Präsident Josef Sanktjohanser am Donnerstag in Berlin. Hoffnungsvoller sind aber die Spielwarenhersteller, für die das Weihnachtsgeschäft besonders wichtig ist. Der Trend zu immer ausgefeilteren und hochwertigem Kinderspielzeug treibt ihre Umsätze in immer neue Höhen.

Der Einzelhandel erwartet für das gesamte Jahr im Vergleich zu 2012 ein Umsatzplus von 1,2 Prozent auf 433,7 Milliarden Euro. "Wesentlicher Störfaktor" seien die deutlich gestiegenen Energiekosten. Dieses Geld fehle den Haushalten beim Einkauf. Sorgen bereitet dem HDE auch der lange Tarifkonflikt mit der Gewerkschaft Verdi. "Jeder Streik hält die Kunden aus Geschäften und Innenstädten fern", warnte Sanktjohanser. Die Kunden wichen dann aufs Internet aus oder verzichteten auf den Einkauf.

Überdurchschnittlich hoch sind die Erwartungen bei Online-Versandhändlern sowie Geschäften in Innenstädten und Einkaufszentren, wie eine aktuelle Umfrage des HDE bei 400 Unternehmen zeigte. Der Online-Handel dürfte im Weihnachtsgeschäft, das die Monate November und Dezember umfasst, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 15 Prozent zulegen. Im ganzen Jahr 2013 werden die Internet-Händler voraussichtlich auf 33,1 Milliarden Euro Umsatz kommen, ein Wachstum von 12 Prozent.

Bei Spielwaren verliert das Wachstum des Internet-Handels hingegen an Schwung. Inzwischen bestellen die Deutschen laut Bundesverband des Spielwaren-Einzelhandels (BVS) 27 Prozent aller Spielsachen im Netz.

Im Weihnachtsgeschäft nimmt der Einzelhandel laut HDE etwa jeden fünften Euro ein, Buchhändler jeden vierten. Spielwarenhändler machen in den letzten zwei Monaten des Jahres nach eigenen Angaben sogar 40 Prozent ihres Umsatzes. Der Handel hofft, dass wieder hochauflösende Fernsehgeräte, flache Laptops und Handys mit Internetzugang begehrte Weihnachtsgeschenke sind.

Bei den Spielwaren gebe es einen Trend, Bekanntes mit neuer Technik auszustatten, so der Handelsverband. Dazu gehörten sprechende Plüschfiguren, fliegende Feen und Roboter-Tiere.

Die deutsche Spielwarenbranche rechnet im Gesamtjahr mit dem fünften Rekordergebnis in Folge. Der Umsatz dürfte 2013 um rund drei Prozent auf knapp 2,8 Milliarden Euro steigen, teilten der BVS und der Deutsche Verband der Spielwaren-Industrie (DVSI) in Nürnberg mit.

"Das ist sehr außergewöhnlich, wenn man sich die Geburtenrate und die demografische Entwicklung anschaut", betonte BVS-Geschäftsführer Willy Fischel. Obwohl die Produktionskosten im wichtigen Herstellungsland China steigen, sollen die Preise zu Weihnachten stabil bleiben. Auch 2014 dürften die Verbraucher von den höheren Kosten nur wenig zu spüren bekommen, betonte Fischel./brd/eri/DP/jha

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Quelle: dpa-AFX