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PayPal Update: Auf dem Weg zu den aktivsten Kunden durch Kryptowährungen, Kredite, Offline-Zahlungen und Co.

PayPal Aktie und Aktienanalyse
Hauptsitz San José (Kalifornien), USA
ISIN US70450Y1038 (Ariva)
WKN A14R7U (AAQ)
Ticker-Symbol PYPL
Sektor Informationstechnologie
Kurs 277 USD
236 EUR
Ausstehende Aktien 1.187 Mio.
Marktkapitalisierung 325 Mrd. USD
Enterprise Value 321 Mrd. USD
Nettoliquidität 4 Mrd. USD
Bruttomarge 46,6 %
EBIT-Marge 16,0 %
Gewinnmarge 19,6 %
Free Cash Flow-Rendite 1,8 %
Dividendenrendite 0,0 %
Datum 08.09.2021

PayPal Aktie und Aktienanalyse

  • Onlineshopping war einer der größten Coronaprofiteure. Denn während Corona haben viele Menschen das Internet für sich entdeckt und angefangen, dort ihre Produkte zu kaufen. Unternehmen wie Amazon oder Zalando konnten neue Verkaufsrekorde aufstellen. Aber einer hat besonders profitiert: Zahlungsdienstleister wie PayPal, die an jeder Zahlung ein paar Prozente mitverdienen.
  • PayPal bindet seine Nutzer am allerbesten. Onlineshopper aus den frühen 2000ern erinnern sich noch: Im Internet gab es viel Betrug, besonders auf eBay. Man kauft etwas und das Geld ist plötzlich weg. PayPal hat diese Vertrauenskrise durchbrochen, indem sie als vertrauenswürdiger Vermittler geholfen haben. So entstand der gute Ruf von PayPal. Mittlerweile nutzt PayPal diesen guten Ruf, um immer mehr Dienstleistungen anzubieten und seine Nutzer noch besser an sich zu binden.
  • Square kauft Afterpay, was macht eigentlich PayPal? Zinsfreie Konsumentenkredite sind aktuell hoch im Kurs. Afterpay, Klarna und Affirm haben ein Geschäftsmodell etabliert, das in 2 Jahren schon für fast 10 % aller Onlineverkäufe stehen könnte. PayPal hat aber rechtzeitig reagiert und ihr eigenes System eingeführt. Natürlich alles mit dem bekannten PayPal-Käuferschutz. Square konnte dagegen nicht schnell genug nachziehen, deshalb haben sie sich Afterpay kaufen müssen.
  • Die PayPal-Aktie ist ein Investorentraum gewesen. Kann PayPal seinen Kursverlauf noch rechtfertigen oder ist die Aktie zu teuer geworden? Das erwartete KGV für 2021 steht bei immerhin 61. Aber PayPal hat auch seine besten Zeiten noch vor sich. Erfahre jetzt in diesem Update, ob die PayPal-Aktie noch kaufenswert ist.

Aktienkurs von PayPal

AlleAktien Quantitativ ↗

Geschäftsmodell von PayPal: Ein Zahlungsdienstleister mit Startup-Strategie

Geschäftsmodell von PayPal

PayPal verdient Geld mit einem Ökosystem aus Zahlungsdienstleistungen

PayPal ist der größte digitale Zahlungsdienstleister der Welt. PayPal zählt weltweit über 400 Mio. Nutzer, die in 2020 rund 936 Mrd. US-Dollar an Waren bezahlt und Geld verschickt haben. Das macht PayPal zu einem der größten Profiteure des digitalen Handels. Hier kommt PayPal auch her, denn sie sind damals als Bezahlmethode für eBay groß geworden. Seit 2014 gehen eBay und PayPal aber getrennte Wege. Seitdem hat sich PayPal neu erfunden und über die Jahre zu einer echten Technologie-Plattform für Bezahlungen entwickelt, die auf ein ganzes Netzwerk aus Zahlungsdienstleistungen setzt:

  • PayPal ist der erfolgreichste Zahlungsvermittler im Internet mit einem Marktanteil von 55 %. Über PayPal kann man Waren im Internet bezahlen, erhält automatisch einen Käuferschutz und teilweise kostenlosen Rückversand. Die Entwicklung von PayPal ist auch sehr interessant. Früher war PayPal noch eine Webseite, um Waren zu bezahlen. Heute ist es eine App, wo man seinen Freunden Geld schicken, Konsumentenkredite aufnehmen, mobil bezahlen oder auch Kryptowährungen handeln kann.
  • Venmo war ursprünglich eine App mit Fokus auf Leute aus der Generation Z (ab Jahrgang 1997), um sich unter Freunden Geld zu verschicken. Das alles war wie ein soziales Netzwerk aufgebaut. Man konnte in der App mit seinen Freunden teilen, wofür man Geld ausgegeben hat zum Beispiel, um sich eine Pizza zu teilen. Mittlerweile hat Venmo den Weg von PayPal eingeschlagen. Sie bieten immer mehr Finanzdienstleistungen an und nehmen dafür Gebühren.
  • Zettle stellt Bezahlterminals für kleine Unternehmen her, um digitale Zahlungen anzunehmen. Für viele Ladenbesitzer ist eine professionelle Registrierkasse einfach zu teuer. Mit Zettle bekommt man ein kleines handliches Gerät und kann Kreditkarten sowie mobile Zahlungen wie Apple Pay annehmen. PayPal erhält dabei für jeden US-Dollar Umsatz eine prozentuale Gebühr.
  • Braintree ist eine Zahlungsschnittstelle für Onlineshops. Onlineshops nutzen Braintree, um mehrere Zahlungsmethoden anbieten zu können. Normalerweise muss man mit Visa, Mastercard, American Express und Co. separate Verträge aushandeln. Das ist aufwändig. Mit Braintree kann man direkt alles auf einmal anbieten und muss nicht alles mühsam selbst integrieren. Dabei kommt Braintree auf einen Marktanteil von 2,2 %.
  • Honey ist eine Browser-Erweiterung, die Gutscheine sammelt und automatisch einen Nutzer beim Internetshopping an den Gutschein erinnert sowie ihn einsetzt. Außerdem bietet das Addon Cashback beim Onlineshopping an. Man spart also viel Geld, wenn man Honey benutzt.
  • Xoom ist ein Dienst, der in PayPal integriert ist, um Zahlungen international günstig zu versenden. Es ist eine Art Kombination aus Wise (früher TransferWise) und WesternUnion. Das heißt, man kann Geld digital und international zu günstigeren Wechselkursen versenden oder es sogar zu physischen Läden versenden, wo eine Person es anschließend abholen kann. So erschließt PayPal viele Schwellenländer.

Bewertung der PayPal-Aktie: Tolles Qualitätsunternehmen mit saftigem Preisschild

AAQS: PayPal erzielt 10 / 10 Punkten im AlleAktien Qualitätsscore

Fazit zu PayPal: Potential zum #1 Zahlungsunternehmen weltweit

Ich halte die PayPal-Aktie für haltenswert

PayPal ist ein aussichtsreiches Unternehmen aus dem Bereich der Finanztechnologie. Jeder, der das Internet von 2005 noch kennt, der kennt PayPal. Damals war Käuferschutz eine Seltenheit im Internet und PayPal bot sie als erstes Unternehmen an. Plötzlich war jeder Händler im Internet vertrauenswürdig, denn im Notfall bekommt man sein Geld zurück.

Seitdem hat sich PayPal stark verändert. Das eCommerce-Geschäft läuft rund und PayPal ist hier weiterhin die Nummer 1. Aber PayPal hat seinen Cash Flow sinnvoll genutzt und viele Finanz-Startups günstig aufgekauft. Ein Unternehmen wie Venmo wäre heute sicherlich keine 26 Mio. US-Dollar wert wie damals, als PayPal sich das Unternehmen einverleibte. An Squares Bewertung kann man erahnen, was Venmo als Unternehmen an der Börse eigentlich wert wäre. Eine wirkliche Erfolgsgeschichte im PayPal-Konzern.

PayPal hat es geschafft, sich zu einer Finanz-Holding zu entwickeln, die für alle Zahlungsthemen eine Lösung bietet. Zahlungen im Internet, Zahlungen im Laden, Cashback-Programme, Kryptowährungen, P2P-Zahlungen zwischen Freunden und jetzt auch noch Konsumentenkredite. PayPal bindet seine Kunden immer weiter in sein Ökosystem ein. Die Anzahl der Nutzer wächst kontinuierlich, aber vor allem die Anzahl der Zahlungen wächst. Das zeigt, dass PayPal einen immer größeren Stellenwert im Leben vieler Menschen hat. Deshalb mache ich mir um PayPals Erfolg als Unternehmen keine Sorgen!

Mich schreckt nur die hohe Bewertung ab. PayPal ist kein günstiges Unternehmen mehr. Finanzdienstleistungsaktien sind relativ teuer geworden und PayPal mit ihnen. Deshalb sehe die Aktie beim aktuellen Kurs von 277 US-Dollar als haltenswert an — mit einer Renditeerwartung von 9 % pro Jahr. Ich würde lieber noch etwas warten, bis sich eine neue, günstige Gelegenheit ergibt. Bei 250 US-Dollar wird die PayPal-Aktie als langfristiges Investment bereits sehr spannend.

Liebe Grüße,
Benjamin Franzil
AlleAktien Partner

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Über den Autor

AlleAktien.de recherchiert und publiziert Deutschlands beste Aktienanalysen für langfristig-denkende Privatanleger und moderne Vermögensverwalter. Michael C. Jakob, Gründer und Geschäftsführer von AlleAktien. Vor AlleAktien war er bei der Schweizer Bank UBS in Zürich und der globalen Managementberatung McKinsey&Company. Er studierte Informatik und Management in Deutschland, Schweiz, China und den Vereinigten Staaten von Amerika. Uns zeichnet aus, dass wir uns zwei bis sechs Wochen in Vollzeit mit einer einzigen Aktie befassen. Wir recherchieren intensiv zum Geschäftsmodell, Management, Markt, Investor Relations und führen Interviews mit Mitarbeitern, bevor wir eine Investment-Entscheidung treffen. Nur wer tiefgreifend versteht, was seine Unternehmen machen, kann langfristig erfolgreicher Investor werden - und bleibt beim Kursrutsch wie im März 2020 entspannt.