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Aktie des Tages: Airbus

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Die Airbus SE ist Europas größter Luft- und Raumfahrt- sowie zweitgrößter Rüstungskonzern mit Sitz in der Niederlande. Das Unternehmen erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2021 einen Umsatz von 49,9 Mrd. Euro und stellte rund 125.000 Mitarbeiter an über 100 Standorten ein.

Die Airbus SE blickt auf eine interessante Geschichte zurück. 1965 wurde in Deutschland von den Firmen Messerschmitt, Bölkow, Dornier-Werke, Hamburger Flugzeugbau und den Vereinigten Flugtechnischen Werke die Arbeitsgemeinschaft Airbus gegründet, um den Amerikanern Konkurrenz zu machen. Fünf Jahre später folgte dann der Zusammenschluss mit der französischen Aérospatiale. Später schlossen sich Spanien und das Vereinigte Königreich an. Die Gründung war ein Meilenstein der europäischen Kooperation.
Im Jahr 2000 wurden dann die zivilen und militärischen Luft- und Raumfahrtgeschäfte von Deutschland, Frankreich und Spanien zu einem Unternehmen zusammengefasst: Es entspannt die Aeronautic Defense and Space Company (EADS) – die Airbus-Tochter inklusive.
2014 nahm die EADS dann den Namen der markenstarken Tochter Airbus an. Ein Jahr später folgte noch die Umwandlung in eine Societas Europaea (SE).

Chief Executive Officer von Airbus ist seit April 2019 der Franzose Guillaume Faury. Das erste Mal trat er 1998 in den Airbus-Konzern ein. Nach einem vierjährigen Ausflug in die Automobilbranche bei Peugeot kehrte er 2013 zurück in eine Führungsrolle bei Airbus. Zuletzt war er der Leiter des “Commercial Aircraft”-Geschäfts, bevor er die leitende Position im Executive Committee übernahm.

Geschäftsmodell von Airbus

Airbus (Commercial Aircraft)
Die Zivilflugzeugsparte der Airbus SE heißt “Airbus”. Hier werden die bekannten Airbus-Flugzeuge entwickelt, produziert und vertrieben. Dabei wird die gesamte Nachfrage der zivilen Luftfahrt abgedeckt. Vom kleinsten Modell, dem A318, bis zum größten Passagierflugzeug der Welt, dem A380.
Dieser Geschäftszweig ist mit Abstand der wachstumsstärkste und wichtigste im Konzern. Mit dem Bau von zivilen Flugzeugen verdient Airbus rund 70 % der Umsätze des Gesamtkonzerns und sogar fast 85 % des operativen Gewinns (Q3 2021).

Branchenanalyse: Das Duopol der Flugzeugbauer

Da ein Großteil der Umsätze von Airbus aus dem zivilen Flugzeugbau kommt, ist es wichtig, diese Branche zu verstehen. Rechnet man die Corona-Pandemie einmal heraus, dann lag das Passagierwachstum in den vergangenen Jahrzehnten zwischen 7 und 8 % pro Jahr. Dementsprechend stieg auch die Nachfrage nach Passagierflugzeugen kontinuierlich an. In Zukunft soll dieses Wachstum leicht abflachen und sich bei rund 5 % pro Jahr stabilisieren. Grund für dieses Wachstum sind die zunehmende Globalisierung und der steigende Wohlstand in Schwellen- und Entwicklungsländern.

Kennzahlen und Bilanz der Airbus SE

Insgesamt konnte Airbus über das letzte Jahrzehnt mit 5 % Umsatzwachstum stabil wachsen. Im Geschäftsjahr 2020 brach der Umsatz aufgrund der Corona-Pandemie um fast 30 % ein. Die Zahlen der ersten drei Quartale 2021 zeigen aber, dass sich die Nachfrage langsam wieder normalisiert. Bis die Auslieferungen wieder auf ein Prä-Covid-Niveau steigen wird es aber wohl noch etwas dauern.

Airbus AlleAktien Qualitätsscore


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Über den Autor

AlleAktien.de recherchiert und publiziert Deutschlands beste Aktienanalysen für langfristig-denkende Privatanleger und moderne Vermögensverwalter. Michael C. Jakob, Gründer und Geschäftsführer von AlleAktien. Vor AlleAktien war er bei der Schweizer Bank UBS in Zürich und der globalen Managementberatung McKinsey&Company. Er studierte Informatik und Management in Deutschland, Schweiz, China und den Vereinigten Staaten von Amerika. Uns zeichnet aus, dass wir uns zwei bis sechs Wochen in Vollzeit mit einer einzigen Aktie befassen. Wir recherchieren intensiv zum Geschäftsmodell, Management, Markt, Investor Relations und führen Interviews mit Mitarbeitern, bevor wir eine Investment-Entscheidung treffen. Nur wer tiefgreifend versteht, was seine Unternehmen machen, kann langfristig erfolgreicher Investor werden - und bleibt beim Kursrutsch wie im März 2020 entspannt.