Ad hoc-Mitteilungen

Warum die DAX-Stärke mit Vorsicht zu genießen ist

An den Börsen liegen zwei spannende Wochen hinter uns. Wird sich die Lage in der Türkei beruhigen? Kann der DAX einen neuen Aufwärtstrend starten? Egal, zu welcher Schlussfolgerung man im aktuellen Umfeld kommen mag: Ich plädiere dafür, die Situation zumindest differenziert zu betrachten.

 

Die USA jedenfalls möchten in der Türkei-Frage nicht klein beigeben und auf die Freilassung des Geistlichen Brunson durch die Türkei keinerlei sofortigen Zugeständnisse machen. Die türkische Regierung scheint außerdem mehr darauf bedacht, einige Feuer auszutreten, anstatt sich um langfristige Lösungen zu bemühen. Das Votum des Marktes fällt eindeutig aus: Solange der US-Dollar über 6 türkischen Lira notiert besteht die Gefahr einer Eskalation der Situation! Solange wir darüber notieren gibt es keine Entspannung!

 

 

Ganz anders als mit der Lira sieht es mit der chinesischen Währung aus. Der Yuan wertet auf und diese Entspannung wurde durch einen Artikel im Wall Street Journal am Freitag bekräftigt, wonach der Plan zwischen Peking und Washington jener sei, den Handelsstreit bis November dieses Jahres beigelegt haben zu wollen. Es gibt also eine echte Roadmap, einen Plan! Beide Länder zeigen den Märkten eine Perspektive und das wird gewürdigt. Das Votum des Marktes fällt eindeutig aus: Im Yuan sehen wir eine echte Entspannung. In der Lira nicht. Das ist der Unterschied!

 

 

 

Die Türkei ist DAX-relevant! Die Türkei bedroht die Zinswende der EZB und damit die Stabilität des europäischen Bankensektors.

 

Unabhängig davon (oder nicht?) droht im BIG Picture des DAX ein vielleicht folgenschweres technisches Signal. Hier zu sehen ist der DAX seit der Pleite von Lehman Brothers vor zehn Jahren. Eine Kerze entspricht dem Preisverlauf des DAX von einem Monat (hier zu sehen ist der Langfrist-Chart des Germany 30 Cash bei CMC Markets). Also der Kursverlauf seit der Finanzkrise. Die letzten zehn Jahre. Das Kursgeschehen seit dem Jahr 2017 ist technisch betrachtet ein so genanntes Diamant-Pattern. Also ein Muster, das entweder in der Mitte oder am Ende eines Aufwärtstrends auftritt.

 

Wenn es die Mitte ist und man den Impuls seit gut 8000 Punkten nähme erhielte man ein noch ausstehendes Kursziel für den DAX von 17000 Punkten. Oder eben die andere Variante. Die andere Variante würde bedeuten, das bei jetzt ausbleibender Stabilisierung eine Trendwende im DAX bevorstünde:

 

 

Letzte Woche Mittwoch sank der DAX in Dollar erstmals seit Mai 2017 unter 14.000 Dollar. Ist das ein erstes Signal für einen bevorstehenden Ausverkauf im DAX? Ausländische Investoren traden den DAX stark. Sie schauen auf den DAX in Dollar. Und der DAX in Dollar liegt 21% unter dem Allzeithoch. Der DOW liegt nur gut 2 Prozent darunter. Also da ist eine Schere aufgegangen, die man beachten muss, zumal der DAX ja auch noch Dividenden enthält, der Dow nicht!

 

Im Wochenchart betrachtet könnte bei 12100 Punkten die Korrektur bereits ausgestanden sein. Dort liegt das Ziel des Doppeltops, das sich im Herbst/Winter 2017 bildete. Allerdings gibt es ein weiteres, noch offenes Kursziel eines weiteren Doppeltops – jenes von Mai und Juni. Das Kursziel daraus liegt bei liegt bei 11881 Punkten.

 

 

Also gibt es Entspannung? Im China-Handelsstreit gibt es eine Roadmap und geplante Gespräche, deren Ausgang ungewiss ist. In der Türkei gibt es keine Entspannung. Und der DAX ist saisonal und technisch möglicherweise geneigt, zentrale Unterstützungen zu testen und vielleicht sogar zu brechen. Das wird diese Woche zeigen, ich halte Sie wie immer auf der CFD-Seite von Ariva mit meinen Marktberichten auf dem Laufenden!

CFDs sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 78% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

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CMC Markets UK Plc ist im Unternehmensregister der britischen Finanzmarktaufsichtsbehörde (Financial Conduct Authority) unter Registernummer 173730 registriert. Die Niederlassung Frankfurt am Main ist eine Zweigniederlassung im Sinne des § 53 b Abs. 1 KWG und wird von der FCA und der deutschen Finanzmarktaufsichtsbehörde (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, kurz BaFin) beaufsichtigt.

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Über den Autor

Bevor Jochen Stanzl 2015 zu CMC Markets kam, startete er seine Karriere in der Finanzdienstleistungsbranche als Mitbegründer der BörseGo AG. Heute präsentiert er täglich "CMC Espresso", ein Video mit Marktprognosen, das auf dem deutschsprachigen YouTube Kanal von CMC Markets zu sehen ist.