Höher, schneller, weiter, Dow!

Zu sagen dass die Situation an den Aktienbörsen wieder normal ist wäre eine Übertreibung aber es fühlt sich danach an, dass sich die Dinge nach der Achterbahnfahrt im Februar zunehmend beruhigen. 

 

Zu verdanken ist das der Aussicht auf hohes Gewinnwachstum in den Vereinigten Staaten. Das Marktforschungsinstitut FactSet schätzt selbiges 2018 im S&P 500 Index auf 14,8%, damit drei Prozentpunkte höher vor zwei Monaten und näher an den Flüsterschätzungen von 20%. Die zügige Verabschiedung der Steuerreform samt Anhebung der Infrastruktur- und Verteidigungsausgaben durch die Regierung Trump trägt Früchte. Die Boeing-Aktie, ein Schwergewicht im Dow, steigt auf ein neues Rekordhoch.

 

Alles scheint an der Wall Street auch nach der Korrektur höher, schneller, weiter zu gehen und tatsächlich wird es in diesem Jahr nicht nur jedes Quartal Gewinnwachstum durch die US-Unternehmen geben, das Gewinnwachstum wird auch in jedem Quartal noch einmal schneller sein als im Quartal davor. 

 

Die erwartete Gewinnsteigerung ist ein starkes Argument für die Bullen, die sich zudem an der Aussicht laben, die von Jerome Powell geführte Federal Reserve könne ein Preisband einführen, um das fixe Inflationsziel zu ersetzen. Das würde bedeuten dass man in den USA über Durchschnittswerte von etwa 2,5-3% der Inflation über sechs bis neun Monate künftig Geldpolitik machen wird, was nichts anderes bedeutet als dass man die Toleranz höherer Inflationsraten institutionalisieren würde.

 

Das ist es, worauf man sich als Anleger vorbereiten muss: Die Zentralbanken als verlängerter Arm überschuldeter Regierungen wollen finanzielle Repression zur Entschuldung einsetzen, indem sie durch Inflation Kaufkraftentwertung akzeptieren. Den Zentralbanken kam die Korrektur an den Aktienmärkten gerade recht, war der Vorwurf, dass sie mit ihrer Strategie als Nebenwirkung Preisblasen quasi mit erzeugen Ende Januar recht laut geworden. Vier Wochen nach der Korrektur spricht niemand mehr davon, obwohl die Aktienkurse an der Wall Street wieder mehr als die Hälfte ihrer Verluste der Korrektur wieder wettgemacht haben.

 

Der Gaul an den Aktienbörsen wird geritten, bis er tot umfällt und wenn man sich das Alter des Gauls betrachtet dann kann man manchmal ins Zweifeln kommen, ob er das noch lange mitmachen wird. Wenn alte Gäule in Gang kommen, sind sie nicht mehr zu bremsen und wenn man sich den Chart des Nasdaq oder Dow Index betrachtet dann hat man sich die Finger verbrannt, wenn man auf einen erneuten Ausverkauf setzte.

 

Leider ist im internationalen Vergleich der großen Aktienindizes der DAX zum schwarzen Schaf der Familie geworden. Daher wäre es wünschenswert dass die Politik in Berlin, Madrid, Rom, Paris und den anderen Mitgliedsstaaten der Eurozone bald zeigen kann, einen gemeinsamen Plan für die Wirtschaftspolitik zu haben denn früher oder später muss der Staffelstab der Geldpolitik in der Eurozone ebenso erfolgreich von der EZB an die Regierungen übergeben werden, wie das in den USA gerade zu beobachten ist. 

 

Die Regierungen der Eurozone sind nun auch nach dem unklaren Wahlausgang in Rom gefragt, mit einer Stimme zu sprechen und Lösungen vorzuschlagen und wie erfolgreich sie dabei sind wird sich täglich an der relativen Entwicklung des DAX zum Dow-Index ablesen lassen. 

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Über den Autor

Bevor Jochen Stanzl 2015 zu CMC Markets kam, startete er seine Karriere in der Finanzdienstleistungsbranche als Mitbegründer der BörseGo AG. Heute präsentiert er täglich "CMC Espresso", ein Video mit Marktprognosen, das auf dem deutschsprachigen YouTube Kanal von CMC Markets zu sehen ist.