Henkel hebt Dividende an

Mit seinen starken Marken wie Persil, Somat, Pril und Schwarzkopf ist der Henkel-Konzern ein fester Bestandteil im Alltag zahlreicher Haushalte. Die Hersteller von Wasch- und Reinigungsmitteln sowie Körperpflege- und Kosmetikprodukten liefern sich jedoch einen harten Konkurrenzkampf. Im Zuge dessen konnte Henkel die Markterwartungen im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht erfüllen. Zum Wettbewerbsdruck kamen Belastungen durch Währungsturbulenzen und höhere Materialpreise, sodass der Konsumgüterkonzern sein 18-Prozent-Ziel für die operative Marge trotz eines leichten Anstiegs auf 17,6 Prozent verfehlte. Der Umsatz nahm dabei im Vorjahresvergleich um 0,6 Prozent auf 19,9 Mrd. Euro ab, wohingegen das bereinigte operative Ergebnis um rund ein Prozent auf 3,5 Mrd. Euro zulegte. Beim Nettogewinn ging es jedoch aufgrund einer größeren Steuerlast um gut acht Prozent auf 2,3 Mrd. Euro bergab.

Die Aktionäre sollen von diesem Rückgang nichts zu spüren bekommen. Zur Abstimmung auf der Hauptversammlung am 08. April hat das Management sogar eine Erhöhung der Dividende um sechs Cent auf das neue Rekordniveau von 1,85 Euro je Vorzugsaktie vorgeschlagen. Auch eine grundsätzliche Anhebung der Ausschüttungsquote auf 30 bis 40 Prozent des bereinigten Nettogewinns statt der bisherigen 25 bis 35 Prozent ist geplant und weckt Hoffnungen auf weiter kletternde Gewinnausschüttungen. Um das Wachstum anzukurbeln und den Konkurrenten Paroli zu bieten, hat der Vorstandsvorsitzende Hans van Bylen schon nach seinem Amtsantritt im Mai 2016 ein drei Mrd. Euro schweres Vierjahresprogramm für Investitionen in Marken, Technologien, Innovationen und Digitalisierung aufgelegt. Die drei bestehenden Geschäftsbereiche - Waschmittel, Klebstoffe und Kosmetika - sollen hierbei auch durch Zukäufe gestärkt werden. Außerdem wurden Maßnahmen zur Effizienzsteigerung eingeleitet, die ab 2020 jährliche Effizienzgewinne von mehr als 500 Millionen Euro erzielen sollen. Mehr als 50 Prozent davon wurden nach Konzernangaben bereits im Jahr 2018 realisiert.

Am erfolgreichsten ist derzeit Henkels Klebstoffsparte, die im zurückliegenden Geschäftsjahr fast die Hälfte des Umsatzes und gut 50 Prozent des operativen Ergebnisses bei einer überdurchschnittlichen Marge von 18,7 Prozent einspielte. Getragen vom Geschäft mit Automobil- und Flugzeugherstellern kam hier im Vorjahresvergleich ein vierprozentiges organisches Wachstum zustande. Jetzt will das Management auch konzernweit mehr Dynamik mit zusätzlichen Wachstumsinvestitionen von 300 Mio. Euro jährlich erreichen und im laufenden Geschäftsjahr den Umsatz um zwei bis vier Prozent organisch steigern. Zunächst belasten die Zusatzinvestitionen aber die bereinigte operative Marge, sodass die angestrebte Bandbreite 2019 nur noch bei 16 bis 17 Prozent liegt. Analysten nehmen die eingeleiteten Schritte inklusive der geplanten Dividendenanhebung zur Kenntnis, halten aber die Enttäuschung des Marktes über die voraussichtliche Margenverringerung noch nicht für völlig abgeklungen.

3,20 Prozent p.a. Festzins und mögliche vorzeitige Rückzahlung

Die DekaBank 3,20 % Henkel Express-Aktienanleihe Plus 10/2021 (WKN DK0SZP) bietet im Sechsmonatstakt vier Möglichkeiten zur Auslösung einer vorzeitigen Rückzahlung des Nennbetrags (1.000,00 Euro). Den jeweiligen Zins erhält der Anleger marktunabhängig, bis es zur Rückzahlung kommt. Sollte die zweieinhalbjährige Laufzeit ausgeschöpft werden, erfordert die Rückzahlung zum Nennbetrag einen Aktienkursverlauf im Beobachtungszeitraum stets über der Barriere in Höhe von 65,00 Prozent des Startwerts (Aktienschlusskurs vom 29.03.2019).

Wird die Barriere hingegen unterschritten, drohen Verluste, da statt des Nennbetrags im Wert gesunkene Henkel-Aktien an den Anleger übertragen werden. Zudem unterliegt die Anleihe insgesamt dem Emittentenrisiko. Dies bedeutet, dass insbesondere im Falle einer Zahlungsunfähigkeit der DekaBank Verluste bis hin zum Totalverlust des investierten Nennbetrags drohen würden.

Die Zeichnung läuft vom 04.03.2019 bis 29.03.2019, vorbehaltlich einer Verlängerung oder Verkürzung.

 

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Hussam Masri zeichnet als Bereichsleiter Produkt- und Marktmanagement der Deka-Gruppe für die Produktentwicklung und das Produktmanagement der Wertpapier-Publikumsfonds, Vermögensverwaltungs- und Altersvorsorgeprodukte, Zertifikate sowie die Vertriebsunterstützung verantwortlich.


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