Ad hoc-Mitteilungen

DAX vor großer Trendwende?

Noch vor einigen Wochen war es an den Börsen die Beste aller Welten: Die Notenbanken versprachen ein Land, in dem sprichwörtlich Milch und Honig fließen. Die Investoren nahmen das Geschenk an und münzten es in immer weiter steigende Aktienkurse um.

 

Nun, ein paar Wochen später sehen sie sich mit einem Spießrutenlauf aus Protektionismus, egoistischer Handelspolitik und einer zerstrittenen Koalition in Berlin konfrontiert und ziehen sich vom Aktienmarkt zurück. Die Zentralbank der Zentralbanken, die BIS, rät Mario Draghi und Jerome Powell, ihren geldpolitischen Normalisierungskurs mit eiserner Hand fortzuführen und dabei auch – wie die BIS es nennt - „Übergangsvolatilität“ zu tolerieren, solange keine Ansteckungsgefahren davon für andere Bereiche des Kapitalmarktes ausgehen, schließlich sei es gesund, wenn überschüssige Spekulation abgebaut würde.

 

Die Zentralbanken waren jahrelang darauf bedacht, der Weltwirtschaft zu dem synchronen Aufschwung zu verhelfen, indem sie sich jetzt befindet. Die Fiskal- und Handelspolitik, die jetzt das Zepter übernimmt, aber verfolgt protektionistische, auf den eigenen Vorteil bedachte Ziele. Und jetzt steht auch fest, dass es nicht bei ein paar verbalen Entgleisungen der Beteiligten bleibt, sondern dass wir uns in einer Spirale befinden, die sich begonnen hat, abwärts zu drehen.

 

Dieser Spirale folgt der Deutsche Aktienindex, der technisch betrachtet mit einem Doppeltop sein nächstes Ziel bei 11.882 Punkten aktiviert hat. Und das wäre dann gefährlich nah an den zentralen Unterstützungen bei 11.700 Punkten, die den Index Anfang des Jahres vor einer Fortsetzung des großen Ausverkaufs schützten.

 

 

Der S&P 500 Index befindet sich nahe seiner 200-Tage-Linie und damit ebenfalls in Reichweite eines größeren Verkaufssignals.

 

 

US-Präsident Trump lässt nicht locker und scheint im Handelskonflikt gewillt zu sein, immer noch eins draufzusetzen. Damit wird das Klima in der Weltwirtschaft ausgerechnet jetzt, wo es gut läuft, spürbar rauer. Aktien quittieren diese handelspolitische Klimaveränderung mit tiefroten Vorzeichen. Die regionale Desintegration in der EU, der amerikanische Protektionismus, die Neigung westlicher Zentralbanken zur Straffung der Geldpolitik – notfalls auch unter Akzeptanz höherer Übergangsvolatilität – und die scheinbare Lust der chinesischen Regierung, den Versuchungen von Währungsabwertungen nachzugeben, kündet von einem ungemütlichen Börsenumfeld über die kommenden Wochen und Monate.

 

Ob des rauer werdenden Umfelds fahren jetzt immer mehr Anleger ihre Barbestände hoch, um ihr Kapital aus der Schusslinie zu bringen. Einige Anleger ziehen Hedging-Positionen für ihre physischen Aktienportfolios ein, etwa mit CFDs, über die Sie bei Ariva an dieser Stelle mehr erfahren können. Achten Sie in der kommenden Zeit engmaschig auf die 200-Tage-Linie im S&P 500 Index. Sie ist bedeutsamer als die 200-Tage-Linie im DAX, der per se kein Trendmarkt ist, sondern eher so genannte Mean-Reversion-Charakteristiken aufweist, also ein Pendelverhalten um seine Durchschnitte. Mit dem S&P 500 Chart haben hier auch dank der im Januar zu erkennenden Übertreibungsphase einen Trendmarkt vorliegen. Ungleich bedeutsamer würde damit auch ein Bruch der 200-Tage-Linie werden, die aktuell bei 2670 Punkten liegt. Ausgerechnet die Wall Street, die in den vergangenen Monaten das Zugpferd für den DAX war, könnte jetzt die Bleikugel werden, die den Index mit nach unten zieht.

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Über den Autor

Bevor Jochen Stanzl 2015 zu CMC Markets kam, startete er seine Karriere in der Finanzdienstleistungsbranche als Mitbegründer der BörseGo AG. Heute präsentiert er täglich "CMC Espresso", ein Video mit Marktprognosen, das auf dem deutschsprachigen YouTube Kanal von CMC Markets zu sehen ist.