Ad hoc-Mitteilungen

#BTFD

Der „normale“ Anleger mit einigen Jahren an Börsenerfahrung musste an der Rally der vergangenen Wochen als Außenstehender zusehen. Selbst Profis rieben sich die Augen, wie aus einer erwarteten Gegenreaktion nun eine Bewegung in diesem Ausmaß und mit diesem Tempo entstehen konnte. Mittlerweile dürften aber viele den jüngsten Rücksetzer zum nachträglichen Einstieg genutzt haben. Dabei rechtfertigt man die hohen Bewertungen vieler Aktien mit der unfassbaren Geldmenge, die von den Notenbanken geschaffen wurde!

Kauf den verdammten Rücksetzer!

Es scheint so, als ob die Notenbanken mittlerweile jeden Bärenmarkt mit noch mehr Geld ersticken können. Dies führt aber bei vielen Anlegern zu dem Trugschluss, dass die Kurse immer steigen. „Buy the fucking dip (BTFD)“ lautet daher das Motto der jüngeren Generation von Anlegern. Oder sollte man sie besser als Zocker bezeichnen? Es ist somit auch vollkommen logisch, Rücksetzer zum Einstieg zu nutzen. Unternehmensausblicke? Gewinne? Umsatzsteigerungen? Schnee von gestern! Nicht einmal mehr solide Papiere stehen bei vielen dieser Akteure im Fokus. Vielmehr sind es Unternehmen, die beispielsweise unter den Folgen der Corona-Pandemie extrem zu leiden haben – oder bereits pleite sind. Es ist die „Generation Y“, die zwischen den frühen 80ern und den späten 90ern geboren wurden. Die „Millenials“ eben, die etwas gelangweilt den „Kick“ des Geldes suchen. Mit d er klassischen Form der Geldanlage in Form von Beteiligungen an Unternehmen hat diese Form des Börsenhandels allerdings nichts mehr zu tun!

Dead cat bounce

Zugegeben, es ist etwas makaber, die aufwärts gerichtete Reaktion nach einem heftigen Einbruch mit dieser Formulierung zu betiteln. „Selbst eine tote Katze wird hochhüpfen, wenn sie aus ausreichender Höhe fallen gelassen wird“, könnte man diese Börsenweisheit übersetzen. Und genau auf diese Bewegung spekulieren aktuell viele Akteure. Eine Kursverdoppelung eines DAX-Wertes in nur einem Tag hat es bislang nicht gegeben. Bis Wirecard kam und damit die Zocker förmlich angezogen hat. Neu ist dieses Phänomen allerdings nicht. Nur treten die Zocker meist in Endphasen großer Trends gehäuft auf. Dies war schon immer so. Es war aber auch schon immer so, dass die Aktienkurse kurz vor dem Zenit stehen, wenn die Zocker die Spielwiese „Aktienmarkt“ für sich erkannt haben. Bis zum nächsten Crash ist es dann meist nicht weit. Allerdings sind die Endphasen großer Trends auch immer die lukrativsten. Denn genau dann sind die Bewegungen am kräftigsten!

Eine erfolgreiche Börsenwoche wünscht Ihnen

Stephan Feuerstein
Hebelzertifikate-Trader
http://www.hebelzertifikate-trader.de

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Über den Autor

Stephan Feuerstein ist Chefredakteur des Hebelzertifikate-Traders und Herausgeber des Börsendienstes TradingGruppe 2.0 (www.tradinggruppe.de). In beiden Briefen steht das Trading mit Derivaten im Vordergrund, wobei alle Trades jeweils am Vortag angekündigt werden und beim Hebelzertifikate-Trader in einem Echtgeld-Musterdepot real gehandelt werden.