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Kakao: Preis steigt auf Anderthalbjahreshoch

Frankfurt (GodmodeTrader.de) - Der Kakaopreis in New York ist gestern um mehr als vier Prozent auf ein Anderthalbjahreshoch von 2.637 US-Dollar je Tonne gestiegen und knapp darunter bei 2.620 US-Dollar aus dem Handel gegangen. Händler machen Sorgen vor einem knappen Angebot an kurzfristig verfügbaren Bohnen dafür verantwortlich, wie Commerzbank-Analyst Carsten Fritsch im aktuellen „TagesInfo Rohstoffe“ schreibt.

„Dafür spricht, dass der Preisanstieg in den kürzeren Laufzeiten der Terminkurve deutlich stärker ausgeprägt war als im hinteren Laufzeitenbereich. Allerdings ist die Backwardation in den ersten drei Terminkontrakten nicht sonderlich stark ausgeprägt, was bei kurzfristigen Angebotsengpässen eigentlich der Fall sein müsste. Warum das Angebot kurzfristig knapp sein soll, erschließt sich ohnehin nicht“, so Fritsch.

So liefen die Kakaoanlieferungen in der Elfenbeinküste weiterhin auf Hochtouren. Seit Beginn der Ernte Anfang Oktober bis einschließlich 10. November hätten sie sich auf 446.000 Tonnen summiert. Sie lägen damit 5,7 Prozent über dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. In der letzten Berichtswoche seien es 84.000 Tonnen gewesen, nach 89.000 Tonnen in der Vorwoche. Die derzeitigen Wetterbedingungen begünstigten zudem das Wachstum der Kakaobohnen, heißt es weiter.

„Möglicherweise hängt das hohe Kaufinteresse auch mit dem ab dem nächsten Erntejahr zu zahlenden Preisaufschlag von 400 US-Dollar je Tonne zusammen, den Käufer von Kakao aus der Elfenbeinküste und Ghana zusätzlich zum Marktpreis entrichten müssen. Darauf hatten sich die beiden größten Kakaoproduzentenländer vor kurzem verständigt, um das Einkommen der einheimischen Kakaobauern aufzubessern. Ghana soll bereits 200.000 Tonnen Kakao der Ernte 2020/21 einschließlich des besagten Aufschlags von 400 US-Dollar kontraktiert haben. Der Chef der zuständigen Behörde rechnet insgesamt mit Verkäufen von 650.000 Tonnen“, so Fritsch.

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