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Italien steckt im Schmiergeldsumpf

Um dem Sog der Schuldenkrise zu entkommen, muss die neue Regierung die Korruption in den Unternehmen bekämpfen.

Als die Carabinieri morgens um sechs Uhr am südlichen Zipfel des Lago Maggiore mit einem Haftbefehl bei Giuseppe Orsi aufkreuzen, fällt der Top-Manager aus allen Wolken.

Seit zwei Jahren sind die Bestechungsvorwürfe gegen ihn nun schon in der Welt. Orsi war die Karriereleiter im halbstaatlichen Rüstungskonzern Finmeccanica hochgeklettert und vor einem Jahr zum Präsidenten des zweitgrößten italienischen Industriekonglomerats aufgestiegen. Der Verdacht der Staatsanwälte, Orsi habe indische Regierungsmitglieder mit 28 Millionen Euro geschmiert, konnte seinem Aufstieg nichts anhaben  bis zum 12. Februar. Seitdem sitzt Orsi im Gefängnis von Busto Arsizio in der Lombardei.

Immer neue Justizermittlungen

Die Korruptionsaffäre um den Verkauf von zwölf Hubschraubern an Indiens Militär ist nicht der einzige Skandal, der Italien den Wahlkampf hindurch erschütterte. Über dem rezessionsgebeutelten Land ging im vergangenen Monat ein Hagel brisanter Justizermittlungen nieder.

Die Staatsanwälte förderten illegale Geschäftspraktiken in einem Machtsystem ans Licht, das auf Verquickung von Politik und Wirtschaft fußt. So pflegte Finmeccanica-Chef Orsi engen Kontakt zur Partei Lega Nord, dem Bündnispartner von Silvio Berlusconi.

Die neue Regierung - wie auch immer sie letzten Endes aussehen wird - wird die juristische Aufbereitung noch Monate beschäftigen. Exemplarisch ist der tiefe Fall des Geldhauses Monte dei Paschi aus Siena. Genau einen Monat vor der Wahl deckten die Fahnder geheim gehaltene Finanzwetten auf, mit der Verluste in der Bilanz der ältesten Bank der Welt kaschiert worden sind.

Riesige Bestechungsgelder

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