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Italien schickt Dax auf Talfahrt

Die Wahl in Italien schickt den Dax auf eine Achterbahnfahrt. Zunächst stieg der Index über 7.800 Punkte, doch auf das drohende Patt reagierten Anleger mit Gewinnmitnahmen. Der Leitindex dürfte schwach starten.

Der Dax dürfte nach Einschätzung von Händlern mit deutlichen Verlusten starten. Vorbörslich liegt das Barometer bei 7640 Punkten. Das sind mehr als 100 Zähler weniger als am Montag, als der Leitindex noch 1,45 Prozent fester als am Freitag geschlossen hatte und bei 7773 Punkten lag. Nach den ersten Wahlprognosen legte die Mailänder Börse um bis zu vier Prozent zu, musste diese Gewinne aber nach weiteren Prognosen wieder vollständig abgeben.

Nach ersten Meldungen, wonach der Mitte-links-Politiker Pierluigi Bersani im Abgeordnetenhaus vorne lag, machte sich zunächst eine Welle der Erleichterung an den Märkten breit. Doch kurz darauf zeigten erste Hochrechnungen an, dass der Rechtspopulist Silvio Berlusconi den Senat gewonnen haben könnte und Italien damit eine politische Blockade droht. Sofort kippten die Märkte weg, der Euro notierte sogar im Minus. Der Dax verlor rund ein Prozent.

Erste Stimmen sprechen allerdings von übertriebenen Reaktionen auf die Wahl in Italien. Die Art und Weise, wie der Euro und deutsche Staatsanleihen auf die Wahlen in Italien reagiert hätten, sei eine Überreaktion, erklärte Richard Kelly, Chef für europäische Zinsen bei TD Securities, am späten Montag in einer Kundennotiz. Seiner Meinung nach werden die italienischen Parteien wohl eine Übergangsregierung bilden, die sechs bis zwölf Monate im Amt bleiben könne. Gesetzlich seien Neuwahlen frühestens nach zwei bis drei Monaten zulässig.

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Quelle: Handelsblatt