'HB': Thyssenkrupp will Nachschlag bei Stahlfusion

Logo von Thyssenkrupp vor dem Hauptsitz in Essen.
Logo von Thyssenkrupp vor dem Hauptsitz in Essen. © TBE / iStock Editorial / Getty Images Plus / Getty Images © TBE / iStock Editorial / Getty Images Plus / Getty Images

Trotz der komplizierten Verhandlungen werde das Management am Zeitplan nicht rütteln, sodass eine Einigung noch im Juni angestrebt werde, hieß es in dem Bericht weiter. Zuletzt entwickelte sich die Stahlsparte von Thyssenkrupp besser, während jene von Tata schwächelte. Durch das Gemeinschaftsunternehmen, an dem beide Konzerne mit je 50 Prozent beteiligt sein sollen, will Thyssenkrupp seine Abhängigkeit von der schwankungsanfälligen Stahlsparte reduzieren, um anschließend den Konzern neu ausrichten zu können.

Im Zuge der Stahlfusion sei ein neues Sparprogramm geplant, das vor allem die knapp 4000 Mitarbeiter der Dachgesellschaft treffen werde, berichtete die Zeitung. Ohne die Stahlsparte könne die Holding "entschlackt" werden, hieß es. Der Umfang der möglichen Einschnitte stehe aber noch nicht fest.

Bei dem geplanten Umbau stehe auch die Trennung vom wenig profitablen Handelsgeschäft von Thyssen im Raum. Kernstück der Strategie bleibe jedoch weiter die Bildung eines Technologiekonzerns mit den Sparten Autokomponenten, Fabriken und Aufzüge. Neben höheren Investitionen seien auch Zukäufe denkbar, berichtete die Zeitung. Thyssenkrupp-Chef Heinrich Hiesinger hatte angekündigt, die neue Strategie nach der Unterzeichnung der Verträge für die Stahlfusion vorlegen zu wollen./uta/DP/zb

Quelle: dpa-AFX