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GSW Immobilien profitiert von hohen Mieten - Letzte Zahlenvorlage vor Übernahme

Ein Bürogebäude in der Sonne (Symbolbild).
Ein Bürogebäude in der Sonne (Symbolbild). © PPAMPicture / E+ / Getty Images © PPAMPicture / E+ / Getty Images www.gettyimages.de

BERLIN (dpa-AFX) - Höhere Mieten haben dem kurz vor der Übernahme stehenden Immobilienkonzern GSW ein solides Dreivierteljahr gebracht. Das Ergebnis aus Vermietung und Verpachtung stieg in den ersten neun Monaten um 12 Prozent auf 135,8 Millionen Euro, wie die Gesellschaft in ihrer letzten Zahlenvorlage als eigenständiges Unternehmen am Freitag mitteilte. Neben den höheren Mieteinnahmen wirkten sich auch der Erwerb von rund 7.000 Wohnungen und ein geringerer Leerstand positiv aus. Schon im Dezember soll die GSW im Konkurrenten Deutsche Wohnen (Deutsche Wohnen Aktie) aufgehen, beide zusammen steigen zur Nummer zwei der privaten Wohnimmobilien-Gesellschaften auf.

Das operative Ergebnis (EBITDA) ohne Sondereffekte und Verkäufe wuchs von 100,7 auf 113,9 Millionen Euro. Unter dem Strich verdiente GSW mit 49,3 Millionen Euro rund 21 Prozent mehr. Die in der Branche wichtige und für die Dividende relevante Kennziffer Funds From Operations (FFO I, ohne Vertriebsergebnis) sprang um ein Viertel auf 62,5 Millionen Euro. Im Gesamtjahr will der Immobilienspezialist bei dieser Kennziffer weiterhin einen Wert von 73 bis 78 Millionen Euro erreichen. Die Aktie lag vorbörslich leicht im Plus.

Schon in wenigen Wochen wird die GSW als eigenständiges Wohnimmobilien-Unternehmen Geschichte sein. Die Deutsche Wohnen hatte im Sommer das Übernahmeangebot für den Konkurrenten vorgelegt, bis zum Ende der ersten Annahmefrist Ende Oktober konnte sie sich gut 78 Prozent an der GSW sichern. Bis Montag (18.11.) können sich die übrigen Anteilseigner überlegen, ob sie das Angebot zum Aktientausch annehmen. "Der Zusammenschluss stellt eine überzeugende Möglichkeit dar, die Stärken beider Unternehmen zu bündeln und wertsteigernd weiterzuentwickeln", schrieb der GSW-Vorstand, der die Offerte zur Annahme empfohlen hatte, im aktuellen Quartalsbericht an die Aktionäre.

Das fusionierte Unternehmen wird mit rund 150.000 Einheiten die neue Nummer zwei unter den privaten Wohnimmobiliengesellschaften in Deutschland hinter der Deutschen Annington und vor Gagfah. Die MDax-Gesellschaften Deutsche Wohnen und GSW bewerten ihre Immobilien zusammen mit 8,5 Milliarden Euro./kja/mmb/stb

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Quelle: dpa-AFX