Ad hoc-Mitteilungen

Großes Aufräumen bei Opel

Der Mastervertrag, auf den sich Unternehmensleitung, Betriebsräte und Gewerkschaft geeinigt haben, zeigt Perspektiven für die deutschen Autowerke auf  und besiegelt das Schicksal des Standortes Bochum.

Wenn Karl-Peter Neumann am 1. März seinen neuen Job als Vorstandsvorsitzender der Adam Opel AG antritt, findet er zwar kein wohlbestelltes Haus vor. Aber das Haus ist vom Vormieter immerhin ordentlich renoviert worden: Rechtzeitig zum Monatsende haben sich Aufsichtsratschef Steve Girsky und Interims-Chef Thomas Sedran mit dem Opel-Betriebsrat und den Vertretern der IG Metall auf einen Mastervertrag geeinigt, der ein monatelanges Gezerre beendet und den deutschen Opel-Standorten wieder eine klare Perspektive gibt.

Rüsselsheim hat nun die Zusage, dass auch die nächste Generation des Insignia in allen vier Modellvarianten  eine stylische Allrad-Version kommt in diesem Sommer hinzu  im Stammwerk produziert wird. Zudem wird in Hessen künftig wieder ein zweites großes Modell gefertigt. Welches, will die Werkleitung in Kürze bekannt geben. Auch bleibt bleibt die zentrale Fertigungsplanung und der Prototypenbau in Rüsselsheim  Pläne für eine Verlagerung nach Polen sind vorerst vom Tisch. Und nicht zuletzt wird die Fertigung des Opel-eigenen Sechsganggetriebes weiter in Rüsselsheim bleiben.

Auch die Beschäftigten in Eisenach können einigermaßen beruhigt in die Zukunft schauen: Werkleitung und Gewerkschaften haben sich darauf verständigt, Corsa und Adam auch in der nächsten Generation in Thüringen zu bauen. Und in Kaiserlautern werden weiterhin in gewohntem Umfang Komponenten gebaut. So weit, so gut. Natürlich haben die Zusagen ihren Preis: Solange das Unternehmen rote Zahlen schreibt, werden die Opelaner von Tariferhöhungen nicht profitieren  die Zahlungen werden bis auf weiteres gestundet. Und übertarifliche Gehaltsanteile werden gestrichen.

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