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Griechischer Bankenverband erwartet keinen überbordenden Kapitalbedarf

Die griechische Flagge.
Die griechische Flagge. pixabay.com pixabay.com

ATHEN (dpa-AFX) - Der griechische Bankenverband hält den Kapitalbedarf seiner Institute für begrenzt. "Meine persönliche Meinung ist, dass die Banken nicht die gesamten 25 Milliarden Euro benötigen werden", sagte Verbandschefin Louka Katseli dem "Handelsblatt" (Dienstag). Aus dem dritten Rettungspaket für Griechenland sind insgesamt 25 Milliarden Euro für die Rekapitalisierung der vier Großbanken des Landes vorgesehen. Der genaue Bedarf wird derzeit durch einen Stresstest der Europäischen Zentralbank ermittelt.

Katseli betonte, dass die Ende Oktober erwarteten Ergebnisse ein Konsens aus zwei verschiedenen Ansätzen seien. Die einen wollten die griechischen Banken lieber überkapitalisieren, um nicht in einem Jahr wieder nachbessern zu müssen. Dagegen wollten jene, die das Geld bereitstellen, realistische Zahlen hören, um auch private Investoren zu beteiligen. Bei denen gebe es Interesse, sagte Katseli. "Ich denke, ein Betrag von fünf bis sechs Milliarden Euro ist möglich." Die Präsidentschaft des griechischen Bankenverbands wird traditionell von der Regierung bestimmt.

Im Großen und Ganzen seien die griechischen Banken gesund. "Wir sind nicht Island, Irland oder Zypern", sagte frühere Ministerin, die 2011 aus Widerstand gegen den Sparkurs des sozialistischen Ministerpräsidentin Giorgos Papandreou aus der Regierung ausgeschieden war. "Keine unserer Banken steht vor dem Zusammenbruch." Die Schwierigkeiten, mit denen die Institute konfrontiert seien, hätten ihre Ursachen nicht im System. "Es sind Schocks, die von außen kommen: Die Rezession, die Kapitalflucht, der Einlagenschwund, die wachsenden Kreditausfälle." Katseli gab sich optimistisch, dass anhaltende Kapitalkontrollen im kommenden Jahr auslaufen können./enl/stb/fbr

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Quelle: dpa-AFX