Goldpreis am Jahresende bei 1.425 US-Dollar?

New York/ Frankfurt (Godmode-Trader.de) - Im vergangenen Jahr hatte der Goldpreis hatte unterm Strich vor sich hin gedümpelt und sich kaum von den zeitweiligen Turbulenzen an den Aktienmärkten anstecken zu lassen. Seit Dezember aber und auch jetzt im neuen Jahr hat das Edelmetall neue Stärke bewiesen und zuletzt rund 1.294 US-Dollar je Feinunze zugelegt. Glaubt man dem Rohstoffguru Jeffrey Currie von der US-Investmentbank Goldman Sachs war der jüngste Anstieg aber noch lange nicht das Ende der Fahnenstange in diesem Jahr.

Currie zufolge wird der Goldpreis in 2019 nicht nur alle Verluste aus dem vergangenen Jahr wettmachen, sondern weit darüber hinaus steigen. Im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung betonte der Rohstoff-Fachmann, er erwarte einen „kräftigen Preisanstieg“ bis zum Jahresende: „Der Goldpreis könnte auf 1.425 Dollar steigen.“

Damit das geschehe, müsste es laut Currie aber immer Sorge in den Industrieländern und Wohlstand in den Schwellenländern geben. Denn in den Industrieländern werde Gold zur Absicherung verwendet und in den aufsteigenden Ländern wie Indien und China zur Schmuckproduktion. „Im vorigen Jahr fehlte es offenbar sowohl an der nötigen Sorge in den Industrieländern als auch am nötigen Wohlstand in Schwellenländern, das könnte sich jetzt aber mit den geopolitischen Risiken für die Industrieländer und dem Schub durch einen günstigeren Dollar für die Schwellenländer ändern“, so Currie gegenüber der FAZ.

Auch ein neuer Blick auf die Zinsentwicklung in den USA untermauert die Zuversicht des Fachmanns. Goldman rechnet jetzt nicht mehr damit, dass die Fed in diesem Jahr vier Zinsanhebungen vornimmt, sondern nur noch ein bis zwei.

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