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Gerüchte um Schieflage bei FTI unwahrscheinlich

Dem Münchener Reiseveranstalter FTI soll angeblich eine finanzielle Schieflage drohen. Aus der Faktenlage lässt sich das schwerlich ableiten. Steckt die Konkurrenz hinter den Gerüchten?

Dem Münchner Reiseveranstalter FTI, mit rund 1,8 Milliarden Euro Umsatz die Nummer 4 der Reiseanbieter in Deutschland, droht angeblich eine finanzielle Schieflage, war heute im Handelsblatt zu lesen. Sehr wahrscheinlich ist das nicht, erst am Mittwoch hatte Unternehmensgründer Dietmar Gunz die Zahlen für das letzte Geschäftsjahr vorgelegt und die sind nicht weiter auffällig.

FTI hat für das zu Ende gehende Geschäftsjahr einen operativen Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen von 32 Millionen Euro ausgewiesen, was einer Umsatzrendite von 1, Prozent entspricht. Das ist nicht zum Niederknien, entspricht aber den in der Branche üblichen Größenordnungen.

Ziemlich mau ist allerdings, was unter dem Strich tatsächlich hängen blieb: Wegen Abschreibungen auf den Firmenwert von Zukäufen und Währungsverlusten waren das gerade mal 2,6 Millionen Euro. Andererseits: FTI wächst schnell und Gunz hat genug auf der hohen Kante, um auch mal ein finanziell schwaches Jahr durchzustehen. Zudem gehört die VR Meine Raiffeisenbank Altötting mit einer Beteiligung von acht Millionen Euro zu den stillen Gesellschaftern von FTI.

Aus der Faktenlage lassen sich die Gerüchte also schwerlich ableiten. Andererseits tauchten auch bei der WirtschaftsWoche schon vor Wochen Gerüchte aus dem Kreis von Insolvenzverwaltern auf, in Süddeutschland habe "ein großer Reiseveranstalter mit F" mit finanziellen Engpässen zu kämpfen. Auch Gunz wusste offenbar um die kursierenden Gerüchte, zeigte er sich bei der Vorlage der Zahlen Mitte der Woche doch offen wie sonst selten.

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