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Gea-Aktie stürzt ab: So sehen Analysten das Papier

Die Gea-Aktie verliert zur Stunde mehr als sechs Prozent. Am Samstag hatte das Unternehmen seine Erwartungen beim operativen Gewinn gesenkt.
Das ehemalige Gea-Center in Bochum.
Das ehemalige Gea-Center in Bochum. - GEA Group / Wikimedia Commons CC 3.0

Die Aktie des Düsseldorfer Industriekonzerns Gea verzeichnet nach einer Gewinnwarnung deutliche Kursverluste. Wie das Unternehmen am Samstag auf seiner Internetseite bekanntgab, habe man den Ausblick für das Geschäftsjahr 2017 angepasst. Das operative EBITDA für 2017, das zuvor auf 620 bis 670 Millionen Euro geschätzt worden war, dürfte sich laut der Pressemitteilung im Geschäftsjahr 2017 auf 600 bis 640 Millionen Euro belaufen. Grund für die Anpassung sind die vorläufigen Quartalszahlen des Industriekonzerns, wonach die Gea Group im zweiten Quartal 2017 ein operatives EBITDA von ca. 122 Millionen Euro erzielt hat. Im Vorjahreszeitraum lag dieser Wert noch bei 145 Millionen Euro.

Analysten negativ überrascht

Laut Informationen der Nachrichtenagentur dpa zeigten sich Analysten von der Mitteilung des Unternehmens negativ überrascht. Das Statement vom Wochenende und der heutige Kursrutsch erinnern an den vergangenen Oktober, als die Titel nach einer Umsatz- und Gewinnwarnung an einem einzigen Handelstag mehr als 20 Prozent eingebüßt hatten. Auch jetzt werden Zweifel an der Glaubwürdigkeit des Gea-Managements laut.

Aktuelle Studien zur Gea-Aktie beurteilen die jüngsten Negativ-Schlagzeilen unterschiedlich. Baader Bank-Analyst Peter Rothenaicher nannte die Zahlen laut einer dpa-Meldung zwar eine „erneute Enttäuschung“; das Kreditinstitut hielt in der heute veröffentlichten Studie dennoch am Kursziel von 39 Euro fest und beließ seine Einstufung auf „Hold“. Auch das Analysehaus Warburg Research und die Commerzbank änderten ihre zuvor genannten Kursziele von 40 Euro nicht. Laut Warburg Research-Analyst Arash Roshan Zamir sollten Anleger bei Gea-Titeln nun an der „Seitenlinie“ bleiben.

S&P Global mit „Strong Sell“-Einstufung

Für das Analysehaus S&P Global bleibt die Gea-Aktie ein „Strong Sell“. Schon vor der jüngsten Gewinnwarnung hatte S&P Global ein Kursziel von 30 Euro für die Titel ausgegeben und sieht sich in seiner negativen Prognose nun bestätigt; es sei deutlich geworden, „mit welchen Problemen das Unternehmen zu kämpfen habe“, erklärte S&P Global-Analyst Firdaus Ibrahim laut einer dpa-Meldung. Aktuell werden Gea-Papiere für 36,39 Euro gehandelt. Mit einem Minus von mehr als sechs Prozent bildet die Gea-Aktie das Schlusslicht im MDAX.

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