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EZB verlangt Entscheidung über Zypern-Hilfe bis Ende März

Das Euro-Zeichen vor dem Gebäude der EZB.
Das Euro-Zeichen vor dem Gebäude der EZB. © arturbo / E+ / Getty Images © arturbo / E+ / Getty Images

BERLIN/BRÜSSEL (dpa-AFX) - Im Gerangel um internationale Finanzhilfen für das Euroland Zypern drückt die Europäische Zentralbank (EZB) aufs Tempo. "Ich erwarte, dass das Hilfsprogramm für Zypern Ende März steht", sagte EZB-Direktoriumsmitglied Jörg Asmussen dem "Handelsblatt" (Montagausgabe). "Damit kein Zweifel aufkommt: Wenn Zypern keine externe Hilfe erhält, rutscht es in die Zahlungsunfähigkeit."

Mit Blick auf die kritische Diskussion möglicher Zypern-Hilfen in Deutschland sagte Asmussen: "Aber falls jemand die Hoffnung hat, eine Entscheidung bis nach der Bundestagswahl zu verschleppen: Das wird nicht gehen." Asmussen wies auf die Gefahren für das gesamte Eurosystem hin, falls ein Land in die Pleite rutscht. "Wenn wir heute ein systemrelevantes Land fallen lassen, riskieren wir den Fortschritt, den wir im vergangenen Jahr bei der Bewältigung der Euro-Krise erreicht haben - und zwar unter hohen finanziellen und politischen Kosten."

Zypern wird vor allem deswegen kritisch gesehen, weil dem Land vorgeworfen wird, nicht ausreichend gegen Geldwäsche vorzugehen. Dazu sagte Asmussen: "Es wäre eine gute Idee, dass eine große internationale Wirtschaftspr üfungsgesellschaft das vor Ort untersucht."

Die Euro-Finanzminister kommen an diesem Montag in Brüssel zusammen, um zum wiederholten Male über die Rettung des kleinen Zyperns vor der Staatspleite zu debattieren. Mit einer Entscheidung wird aber noch nicht gerechnet. Erst müssten die Präsidentenwahlen des Inselstaates am 17. Februar abgewartet werden, sagten Diplomaten. Es geht um ein Hilfspaket von etwa 17,5 Milliarden Euro, davon entfallen allein rund 10 Milliarden Euro auf Bankenhilfen./kf/cb/DP/edh

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Quelle: dpa-AFX